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Feb.
05

Im Jahr des Feuer-Hahns

Im Jahr des Feuer-Hahns

Offiziell waren die Feierlichkeiten zum neuen Jahr am 31. Januar vorbei. Aber die Essen mit Freunden und Bekannten gehen weiter. Wir hatten gestern, am 4. Februar, die letzte Einladung im Rahmen «Chúc mừng năm mới» (Happy New Year). Ab heute ist Regeneration angesagt.

Wenn man Tét nicht erlebt hat, kann man sich das kaum vorstellen. Wo sonst Hektik und Gedränge herrscht, ist über Tage gespenstische Ruhe. Alle Geschäfte zu und geputzt. Banken haben mehr als eine Woche geschlossen. Alles ist irgendwie aus dem Häuschen und alles wird neu. Nicht nur das Haus wird geputzt, auch der Buddha-Altar im Haus, Kleider usw. alles neu.

Begonnen hat nun das Jahr des Feuer-Hahns. Der Hahn behält immer den Überblick und hat einen starken Charakter. Er ist ein Organisations- und Ordnungstalent. Allerdings liebt der stolze Gockel es auch, bewundert zu werden. Es steht uns also ein spannendes Jahr bevor. Insbesondere da ich im chinesischen Horoskop ein Hahn bin…… Interpretationen dazu überlasse ich aber gerne den geschätzten Leserinnen und Lesern!

Im Bild: Drachen- und Löwentänzer bringen meinem Nachbar, dem Getränkehändler, Glück und Gesundheit fürs neue Jahr.

Feb.
01

Zum Tét-Abschluss (4. Tag) oder das Familienessen auf dem See

Zum Tét-Abschluss (4. Tag) oder das Familienessen auf dem See

Heute ist Familienfest, die Nächste. (Die nachfolgende Geschichte ist in einer Bildfolge in der Pictapas-Galerie «Family-Tét-Party on the fish-farm» visualisiert - ein Bild sagt mehr als alle Worte!)

Wir treffen einen Teil der Verwandtschaft im Laufe des Vormittags in Phouc An (Dak Lak). Nach der Begrüssung geht’s mit den Motorbikes an den Ho Krong Buk Ha See, rund 20 km nördlich des Städtchens. Wir tuckern gemütlich im Konvoi nebeneinander und quatschen.

Am See angekommen werden wir an einer spartanischen Anlegestelle mit einem fast neuen Long-Boat abgeholt. Der andere Teil der Verwandtschaft betreibt auf dem See eine Fischfarm. Doch bevor wir dorthin fahren, muss noch eine Tonne Talapia-Fisch (Buntbarsch, im Bild oben) verladen werden. Wir schauen zu, wie die beiden Brüder Korb um Korb die Staumauer hochtragen. Nach dem Wägen und Festhalten der Kilogramme in einem Heft werden sie lebend in grosse, mit Sauerstoff versorgte Tonnen in einen Lastwagen verladen.

Anschliessend schiffen wir zur Fischfarm. Ein Floss auf dem See, das vertäut rund 300 Meter vom Ufer entfernt im ruhigen Wasser schwimmt. Die Einrichtung im kleinen Wohnbereich, der aus lediglich zwei Räumen besteht, ist einfach. Rund um die Wohnfläche sind Netze im See. In ihnen tummeln - wenn sie ausgewachsen sind - einige Tonnen Talapia. Für unser Essen müssen vier von ihnen ihr Leben lassen. Der Eingangsbereich ist gleichzeitig Essbereich und der Küchenbereich dient, wenn nicht gekocht wird, als Schlafstätte und Wohnbereich; um es Neudeutsch zu sagen: real Living-Room.

Zubereitet wird alles auf dem Boden. Die zwei Gaskochstellen sind erhöht und jeder hat irgendetwas zu tun. Man hilft sich und wer gerade nichts macht, der legt sich auf die zusammengelegte Matratze und döst vor sich hin

Erst da fiel mir auf, dass jeder etwas mitgebracht hatte. Wir hatten Bier gekauft, andere brachten Fleisch, Cola oder frisches Gemüse. Der Fisch war ja schon da!

Nach nicht allzu langer Zeit wird eine Matte auf dem Boden ausgelegt. Schalen und Stäbchen werden verteilt und das Essen beginnt. Es gibt Fisch, Fleisch, Gemüse, Reis und Bier. Immer mal wieder steht jemand auf und holt Nachschub, stellt dem Nachbar ein Bier hin oder hilft ihm beim Zerkleinern des Fisches. Es ist, als sei die Arbeit ganz automatisch verteilt.

Nach dem Essen machen wir noch eine Rundfahrt auf dem Stausee (452 km²). Ausser einer zweiten Fischfarm ist auf dem See nichts los. Wir geniessen den herrlichen Frühlingstag. Dann schwingt sich jeder, die einen zu zweit, andere zu dritt oder zu viert, wieder auf sein Motorbike.

Bildfolge in der Pictapas-Galerie «Family-Tét-Party on the fish-farm».

Jan.
30

Wie im Tutti-Park - nur lauter

Wie im Tutti-Park - nur lauter

Der Wahlspruch von Vietnam lautet gemäss Wikipedia: Độc lập, Tự do, Hạnh phúc (Unabhängigkeit, Freiheit, Glück). Am besten erlebt man dies an einem Feiertag wie dem dritten Tag des Tét-Festes.

In Massen strömen die Vietnamesen in die Parks und Freizeitanlagen. Sie Schleppen Bier und Essen mit sich (im Bild oben der Eingang zum Freizeitpark in Buon Don), mieten eine Matte, damit alle zusammen auf dem Boden sitzen und feiern können. In vielen Parks in Buon Ma Thuot können zudem am Abend grosse mobile Lautsprecher für Karaoke gemietet werden.

Das muss man sich dann in etwa so vorstellen: Auf einer Fläche von zwei Fussballfeldern sitzen kleinere und grössere Gruppen von Menschen zusammen, Jung und Alt, Kinder und Grossmütter. Es wird gegessen, geplaudert, getrunken und gesungen. Des Nachbars Gesang vermischt sich dem eigenen und so weiter. Jeder nach seiner Fasson. Für viele bedeutet eben dies, Unabhängigkeit, Freiheit und Glück.  Viele andere Freizeitbeschäftigungen haben sie nicht.

Wir waren heute am dritten Tét-Tag (seit drei Tagen sind fast alle Firmen, Banken und Läden geschlossen) in einem Freizeitpark in Buon Don, gut 30 Kilometer ausserhalb Buon Ma Thuots.

In Massen strömen die Menschen in den Park. Es sind fast nur Vietnamesen anzutreffen. Im Park gibt es Restaurants, kleine gedeckte Plätze, auf denen die Matten zum Essen ausgebreitet werden können, Musikvorführungen, Zauberkünstler und man kann auf Elefanten reiten. Das Angebot erinnert an den Tutti-Park in Rüschlikon, die Atmosphäre aber ist voller Musik, Lachen und Gespräche. Wer Ruhe finden möchte ist hier fehl am Platz.

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Romantisch angelegt: Es braucht schon etwas Geduld, um ein Bild im Freizeitpark von Buon Don zu machen, auf dem keine Menschen sind.

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Das Elefanten-Taxi kommt gleich: Unser Elefant war an die 100 Jahre alt, sagte der Führer, der den Elefanten mit den Füssen an den Ohren und mit einem kleinen Holzstab durch das Wasser und unwegiges Gelände manövrierte.

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Nicht mehr lange und auch dieser Picknick-Platz wird belegt sein.

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Unterhaltung für Gross und Klein.

Jan.
29

Jeder Halt einer zu viel

Jeder Halt einer zu viel

Heute sind wir nach Buon Ma Thuot gefahren. 184 Kilometer und die Fahrt war herrlich. Seit gestern hat der Frühling begonnen und das Wetter ist sonning, aber noch nicht allzu heiss. Ideal, um mit eine längere Tour zu unternehmen.

Die Strecke zwischen Nha Trang und Buon Ma Thout ist im Mittelteil, dort wo die Provinzgrenze Khanh Hoa zu Dak Lak überfahren wird, eine herrliche Bergstrecke, wunderschön zu fahren, mit vielen Kurven und ein paar Serpentinen durchsetzt und das alles durch tiefgrüne Natur mit Wäldern aus Bäumen und Palmen. (Bilder davon gibt es leider keine. Es war so herrlich, mit der Kawa Z1000 da durch zu schnurren, dass jeder Halt einer zu viel gewesen wäre.

Das Bild stammt aus dem Ko Tam-Park am Rand von Buon Ma Thuot. Das Freilichtmuseum zeigt, wie die Menschen früher in der Provinz Dak Lak lebten.

Jan.
28

Leben und Leben lassen – Happy New Year

Leben und Leben lassen – Happy New Year

Vielen Worte braucht der Jahreswechsel nicht. Deshalb habe ich eine Bildergalerie mit Impressionen aufgeschaltet.

Die Impressionen sind in der Galerie, Link Chuc mung nam moi zu finden.

Eine Geschichte muss ich aber doch erzählen.

Meinem Haus gegenüber steht das Haus eines Blumenhändlers. Etwa in meinem Alter. Er hatte am letzten Tag des Jahres zur Karaoke-Party geladen und ich darf mich glücklich schätzen, dass ich nicht dabei sein musste.

Punkt 12 Uhr mittags ging es los. Ein ohrenbetäubendes Gewummer aus riesen Lautsprechern, ein sich selbst überschlagendes «Bum-Bum – Bum, Bum-Bum – Bum», das bis fast ans Meer zu hören war. Vor Jahren habe ich Status Quo in Chur fotografiert. Es war im Bündnerland nicht lauter als hier bei mir im Haus.

Und der Karaoke-Gesang? Darüber schweigt des Autors Höflichkeit.

So gegen 17 Uhr war Schluss. Um 18 Uhr dann ertönten die Glocken der katholischen Kirche, die direkt neben dem Haus des Blumenverkäufers steht. Das Glockengeläut entstammte aber nicht irgendwelchen gegossenen Glocken, sondern auch dieses ertönte aus übergrossen Lautsprechern, und man hätte meinen können, die Katholiken wollen es mit den Karaoke-Singern in Sachen Lautstärke aufnehmen.

Das Geläut dauerte aber nicht lange. Danach konnte ich die ganze Predigt bei mir im Haus miterleben. Leider habe ich nichts verstanden. Aber nach rund einer Stunde kehrte Ruhe ein.

Sollte jetzt der Gedanke aufkommen, dass mich das Ganze gestört hat, dann ist dieser falsch. Vielmehr ist es so, dass sich auch niemand stört, wenn ich mal am Morgen oder Nachmittag meine Anlage dampfen lasse. Nur dazu muss ich zuerst eine haben ….. Leben und Leben lassen! Auch der siebzigjährige Opa, der immer hier spaziert, findet nichts dabei.

Die Kichen- und Kuhglockengegner in der Schweiz, die Allesregulierer könnten sich da ein Beispiel nehmen.

Apropos Morgen: Heute Morgen um fünf Uhr luden die Katholiken wieder zur Messe. Es war noch dunkel, aber die ganze Kirche war fürs neue Jahr festlich beleuchtet (im Bild unten, aufgenommen vom Balkon aus). Da ich die Predigt vom Abend davor schon kannte, ging ich Biken.

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Jan.
27

Hausparty – Buddha darf nicht fehlen

Hausparty – Buddha darf nicht fehlen

Gestern haben wir mit einer Hausparty unseren Einzug gefeiert. Leider konnten nicht alle eingeladenen Gäste kommen, da vor Tét (vietnamesiches Neujahr) überall Partys stattfinden und alle wahnsinnig beschäftig sind. Dies – so habe ich das Gefühl – spürt man auch im Verkehr. Dieser ist in diesen Tagen hektischer als sonst.

Doch bevor die Party beginnen konnte, wurde das Essen Buddha vorgesetzt (siehe Bild oben). Dazu richtete Hiep von allen Speisen kleine Häppchen an und stellte diese auf einem Tisch in der Mitte des Raumes. Für mich erstaunlich: Auch Bier gehörte dazu. Raucherstäbchen und Gebete kamen und hinzu. Als die Raucherstäbchen abgebrannt waren, wurde das Essen in die Küche zurückgebracht und für die Party angerichtet.

Das Essen fand dann auf dem Boden statt und ja, es wurde ziemlich getrunken. Dies auch deshalb, weil die Vietnamesen bei jedem Schluck, den sie zu sich nehmen, zuerst mit allen anstossen. Das heisst, man ist mehr am Trinken als am Essen ….. 

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Aufgetischt wurden vietnamesische Frühlingsrollen, Hähnchen, Krabben, Tintenfisch, eine Art Rindergulasch mit Kartoffeln und Karotten und ein Reiskuchen. Bis auf letzteren hatte Hiep alles selber und mit frischen Zutaten zubereitet. Kurzum: Es war ein herrliches Essen und eine gelungene Einweihung.

Jan.
26

Schmal wie ein Werbe-Sonnenschirm

Schmal wie ein Werbe-Sonnenschirm

Die Häuser in Vietnam werden relativ schmal dafür mehr in die Tiefe gebaut. Man hat mir erklärt, das komme davon, weil das Land entlang von Strassen relativ knapp in der Tiefe aber genügend vorhanden sei. Zudem werden wegen der Hitze die Räume hoch gebaut.

Das schmalste Haus, das ich bis jetzt gesehen habe, steht in Nha Trang ganz in der Nähe des Fischerhafens. Bei genauem Betrachten sieht man, dass es kaum viel breiter ist als der Werbe-Sonnenschirm, der davorsteht. Ich schätze mal, viel über zwei Meter ist das nicht.

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Betrachtet man das Haus in seiner ganzen Höhe kann einem schon schwindlig werden. Ich zumindest frage mich, wie dieses Haus die Winter-Windstürme übersteht, die hier in Nha Trang mit beachtlichen Windgeschwindigkeiten übers Land ziehen.

Jan.
25

Neue PicTapas-Galerie

Neue PicTapas-Galerie

Mit der Umstellung von Adobe Bridge auf Adobe Lightroom habe ich auch gleich die PicTapas-Galerie neu aufgebaut. Die aktuellen PicTapas sind nun zu finden oben auf der Seite Navigation PicTapas oder unter https://peterjenni.myportfolio.com/

Die bisherigen PicTapas verbleiben weiterhin hier: http://www.pictapas.ch

In einem späterenZeitpunkt werden dann beide Galerien zusammengeführt.

Jan.
24

Zwei Leben

Zwei Leben

Artikel im St.Galler Tagblatt vom 23. Januar 2017. Krankheit, Auswanderung, Vietnam.

Jan.
23

26A Nuyen Binh Khiem oder: Geld zurück

26A Nuyen Binh Khiem oder: Geld zurück

Eigentlich hatte ich geplant, in der nächsten Zeit in Hotel-Apartments zu wohnen. Doch wie heisst es so schön: Erstens kommt erstens anders und zweitens als man zweitens denkt.

Will heissen: Ich habe mein Hotel Apartment mit einem dreistöckigen Haus getauscht (im Bild oben der Eingangsbereich und hinten die Küche). Meine neue Adresse: 26A Nuyen Binh Khiem, Nha Trang. Sie liegt in einem Quartier etwas nördlich des Zentrums, nicht unweit vom Markt, der Strandpromenade und meinem Lieblingsrestaurant. In unserem Quartier leben einfache Menschen, keine Touristen. Manchmal kommen Touristen-Gruppen vorbei. Dann schauen die Menschen neugierig in die Häuser. Doch dazu später mehr.

Die Strasse vor dem Haus ist (optimistisch festgehalten) ein mit Schlaglöchern übersäter, breiter Kiesweg. Er hätte, so die Vermieterin unseres Hauses, vor drei Monaten geteert werden sollen. Doch das werde wohl noch etwas dauern, lacht sie. - Vietnam halt. Wir werden sehen. Derzeit sind bei Regen grossen Pfützen zu umfahren. Aber die hat es eh überall. Und auf dem Vorplatz haben wir einen Wasserhahn. Da spült man sich die in Badelatschen steckenden Füsse sauber.

Direkt neben dem Haus ist ein kleiner, gut besuchter Lebensmittel- und Getränkehändler. Schon bei der ersten Haus-Besichtigung hat er mich lachend, aber distanziert begrüsst. Als wir ein paar Tage später eingezogen sind, habe ich als erstes in seinem Laden einen Karton Bier (24 Dosen Tiger) gekauft. 340'000 VND musste ich bezahlen. Ich denke, es war die Tochter oder die Schwiegertochter, die mich freundlich bediente.

Jetzt ist es so, dass die Häuser in Vietnam, wie unseres auch, meistens einen Vorplatz haben, der mit einem grossen Metalltor von der Strasse abgegrenzt wird. Da wegen der Hitze das Haus den ganzen Tag über offensteht, wird vor allem dieses Tor geschlossen.

Kaum hatte ich die Bierdosen ins Haus gebracht und die ersten in den Kühlschrank gestellt, stand der Ladenbesitzer laut rufend am Eingangstor. Ich schaute ihn mit grossen Augen an. Als ich ins Freie trat fragte ich mich, was er wolle. Da sah ich, er wedelte mit Geldscheinen und lachte.

Da er überhaupt kein Englisch sprach, rief ich Hiep, die Dolmetscherin - wir wohnen nun zusammen - und sie lachte ebenfalls, als sie mit dem Ladenbesitzer einige Worte wechselte.

Ich stand, wie so oft in den letzten Tagen, unwissend daneben und da die beiden fröhlich lachten, hatte ich das Gefühl, dass ich wohl wieder in ein Fettnäpfchen getreten war.

Dann kam der Ladenbesitzer zu mir und gab mir 35'000 VND. Hiep erklärte: «Du bist nun Einheimischer und nicht ein Fremder. Deshalb kriegst du Geld zurück.»

«Cam on», (Danke) sagte ich und bat Hiep, ihn zu unserer Hausparty einzuladen.

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Mein Büro im ersten Stock.

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Vorplatz und Eingangsbereich.

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In der zweiten Etage befindet sich das einfache Gästezimmer mit Bad. Darüber wäre dann auch noch die Dachterasse. Aber der Aufgang ist ziemlich abenteuerlich.

Jan.
19

Geld für Tét - das Neujahrsfest wird teuer

Geld für Tét - das Neujahrsfest wird teuer

In Vietnam heisst es, vor dem Tét versuche jeder, so viel Geld wie möglich zu verdienen, damit er für die Feierlichkeiten und die Tét-Geschenke für die ganze Familie genügend Geld zur Verfügung habe. Geschenkt wird vor allem Geld.

Es geht das Gerücht um, es gebe in dieser Zeit viel mehr Geschwindigkeitskontrollen, denn auch Polizisten würden Tét feiern. Und auch auf dem Markt ist dies zu spüren. Da geht es schon fast zu und her wie in Thailand. Wer etwas fotografieren möchte, der muss bezahlen. (Im Bild das Schild auf einem Markt in Nha Trang. Drauf steht: Ein Bild kostet 20'000 Vietnam Dong, also rund 90 Rappen oder etwa so viel wie ein mittelteurer vietnamesischer Kaffee.

Ich bezahle grundsätzlich nichts für Fotos. Ich spreche die Menschen an und frage, ob ich fotografieren darf. Die meisten freuen sich, lachen und sagen ja. Wenn es ganz arme Menschen sind, dann gebe ich ihnen nach dem Shooting meistens ein paar Dong oder kaufe ihnen etwas ab.

Übrigens: Auch für dieses Bild musste ich nichts bezahlen. Wir erklärten, dass ich nur das Schild und nicht die Ware fotografieren wolle. Als die Verkäuferin dann das Bild sah, lachte sie und sagte: «Ok. OK.»

Jan.
18

Vietnam in schwarz-weiss? Undenkbar!

Vietnam in schwarz-weiss? Undenkbar!

Die Vorbereitungen auf das Tét (Vietnamesisches Neujahr) haben auch mich ergriffen. Da kommt man nicht drum rum. Fotografisch wird es einiges zu verarbeiten geben. Zum Glück, kann ich da nur sagen, habe ich mich von der Schwarz-Weiss-Fotografie (gell Jürg Schmid!) verabschiedet. Vietnam ohne Farben, undenkbar!

Derzeit werden die Hauptstrassen mit grossen Bogen geschmückt. Es leuchtet in allen Farben. Der Spaziergang am Abend wird zum Eintauchen in ein Meer aus Licht und Farben. Auch die Parks (im Bild oben ein Park im Zentrum von Nha Trang), wo sich die Menschen nach Sonnenuntergang zum Plaudern und Flanieren treffen, dominieren Licht und Farben. Auf der anderen Strassenseite die rotgoldenen Markstände jener Händler, die Tét-Geschenke verkaufen (im Bild unten). Dazwischen hupt und brummt der Verkehr.

Es mag ja sein, dass der eine oder andere Kunstaffine diese Farbenvielfalt als überladen, kitschig und billig betrachtet. Und er mag recht haben, wenn man dies vom künstlerischen Aspekt aus begutachtet. Doch der zählt hier nicht. Es ist die pure Lebensfreude, die hier zum Ausdruck kommt. Die braucht keine hochbezahlten Lichtkünstler und Artdirectors. Blinkende Lichtgirladen, beleuchtete Natur und ein farbenfrohes Wasserspiel reichen.

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Jan.
17

Ein Fest wirft seine Schatten voraus

Ein Fest wirft seine Schatten voraus

Am 28. Januar ist «Tét Vietnam», das Vietnamesische Neujahr. Die Feierlichkeiten dauern vier Tage und enden am 31. Januar. Doch das Fest wirft seine Schatten lange im Voraus.

Heute ist der 17. Januar, also noch elf Tage bis zum «Tét Vietnam» und ich bräuchte für meine Kawa einen Gepäckträger geschweisst und auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Kein Problem, sollte man meinen. Eine kleine Metallbauwerkstätte ist direkt neben dem Hotel und in Nha Trang gibt es unzählige davon.

Also mit Karton ein kleines Modell gebastelt und ab zum Metallbauer. Doch der schüttelt bereits den Kopf, als er mich sieht. «Nein, Nein», ruft er. «Keine Zeit!»

Na ja, denke ich, der hat es aber auch nicht nötig. Doch meine Übersetzerin erklärt: «Es ist Tét Vietnam. Da haben alle viel, sehr viel zu tun. Wir müssen gar nicht weiter fragen, keiner wird Zeit haben.»

Und so ist es denn auch. Über zehn Tage vor dem Fest sind fast alle Handwerker ausgebucht. Alle wollen noch das Haus gestrichen, das Dach oder den Fernseher repariert oder das Eisentor geschweisst haben. Zum Tét muss alles perfekt sein.

Der Tag wird auch Fest des Ersten Mondens oder eben kurz Tét genannt und ist der wichtigste vietnamesische Feiertag. Es ist das Fest des neuen Jahres nach dem Mondkalender und wird vom ersten bis zum dritten Tag des ersten Monats des chinesischen Mondkalenders gefeiert.

In diesen Tagen besuchen Vietnamesen traditionell ihre Familie und die Tempel. Festspeisen werden zubereitet und es wird gemeinsam gefeiert. Neujahr bedeutet in Vietnam gleichzeitig auch Frühlingsbeginn. Der Neujahrsbaum ist ein wichtiger Bestandteil der Dekoration. Putzen ist während des Neujahrsfestes verboten - sonst wird nach vietnamesischem Volksglauben das Glück aus dem Haus gekehrt. (Teile dieses Textes wurden www.kleiner-kalender.de entnommen.)

Wir geben aber nicht auf und suchen weiter. Dank der Hilfe von John finde ich doch noch einen Schweisser, und der macht sich sofort an die Arbeit.

Im Bild: Der Bruder meines Frisörs poliert Kupfer. Auch er ist in diesen Tagen ausgebucht.

Jan.
15

Das Werkstück

Das Werkstück

Mit "Das Werkstück" will ich keine Anklage erheben und schon gar nicht jemanden an den Pranger stellen. Was ich jedoch in den Tagen rund um die Entdeckung und Entfernung eines bösartigen Tumors in der Zunge erfahren musste, ist es wert, aufgeschrieben und festgehalten zu werden, weil die Verursacher vermutlich gar nicht wissen, was sie anrichten, wie viel Geschirr sie zerschlagen ohne die Scherben je zu Gesicht und das Geschepper und Geklirre je zu Gehör bekommen zu haben.

Download E-Book "Das Werkstück"

Jan.
11

79-A1 002.99 Strassenzulassung und monetäre Lösung

79-A1 002.99 Strassenzulassung und monetäre Lösung
Wir treffen kurz nach sechs Uhr in der Früh auf dem Platz vor dem Polizeiposten ein. An die 200 Roller- und Motorradbesitzer sind schon da.  Auch sie wollen eine Strassenzulassung für ihr Gefährt. 
 
Es geht zu und her wie auf dem Markt.  Zwei Frauen rubbeln mit Bleistift und einem weissen Papier Motor- und Fahrzeugnummer ab und kleben diesen dann auf ein mehrseitiges, handbeschriebenes Dokument.
 
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Meine Kawa Z 1000 fällt auf unter all diesen Rollern. Viele bücken sich interessiert hinunter, streichen über das Sattelleder und wollen dieses und jenes wissen. Und alle Fragen sie nach dem Preis.
 
7 Uhr: Immer mehr Menschen treffen ein.  Der Platz wird eng. Die Motorräder stehen in Reihe und Glied auch auf der Strasse.
 
Vor dem Polizeiposten werden Bänke aufgestellt. Etwas später wird auch das Schiebedach ausgefahren.  Die beiden Cafés direkt neben dem Polizeiposten haben regen Betrieb, sind aber nicht überfüllt.  Die Vietnamesinnen und Vietnamesen warten geduldig auf den Bänken, sitzen auf den Rollern, diskutieren und lachen.
 
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Mittlerweile es ist acht Uhr vorbei. Ich habe ein erstes Dokument erhalten.
Damit die Warteliste sich nicht ins unerträgliche dehnt, greifen wir in die monetäre Lösungskiste.
 
8 Uhr: Seit einer halben Stunde ertönt eine Stimme aus einem Lautsprecher.  Die fünf Schalter sind nun alle geöffnet.  Ich habe die Abwicklungsnummer 2033 erhalten. Was immer da heissen mag.  Für mich erledigen mein Motorradhändler und seine Gehilfen, er hat zwei auf dem Platz, alles was nötig ist.
 
Fast länger als die Kontrolle dauert jeweils das Suchen der zu prüfenden Motorräder.  Bei den drei Autos, die ebenfalls auf die Kontrolle warten, ist die Sucherei einfacher. Trotzdem gibt es schon beim ersten Wagen Diskussionen.
 
Ab und an läuft ein Polizist in gewichtigem Gang und mit vielen Dokumenten unter dem Arm an den zu prüfenden Motorrädern vorbei, gibt Anweisungen, begutachtet dieses und jenes, dann geht er weiter.
 
9 Uhr: Meine Abwicklungsnummer wird aufgerufen, dann die Rahmennummer meiner Kawa ein zweites Mal abgerubbelt. Es wird viel diskutiert und geschaut. Jeder hat was zu sagen. Nur ich nicht!
 
9.30 Uhr: Ein zweiter Kaffee muss her.
 
10 Uhr: Die Prüfung selber ist dann Formsache und eher optischer Natur. Ich soll mich im Hintergrund halten und nicht fotografieren. Motor- und Rahmennummer werden kontrolliert.  Danach ist es vollbracht.
Nochmal heisst es warten. Etwas später kommt eine Frau und montiert meine Nummer „79-A1 002.99“. Wir hätten sie auch selber montieren können, doch, so erklären mir meine Begleiter, die Frau verdient damit ihr Geld.
 
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Jan.
09

Café, Tee und eine ruhige Gasse

Café, Tee und eine ruhige Gasse

Ich wohne im Hotel «Manh Nguyen» in einer kleinen, ruhigen Nebengasse im Zentrum von Nha Trang, rund 400 Meter von der Strandpromenade. In dieser Gasse, sie ist etwa 150 Meter lang und liegt zwischen zwei geschäftigen Hauptstrassen, gibt es direkt neben dem Hotel einen kleinen Holzverarbeitungsbetrieb, eine Metallwerkstätte, einen Damen- und einen Herren-Frisör, einen Getränkelieferanten, einen Accessoires-Shop, zwei Cafés und etwa drei Strassenrestaurants, die zu gewissen Zeiten Stühle rausstellen. Dann setzt man sich hin und es gibt etwas zu essen und zu trinken.

Wenn der Holzverarbeitungsbetrieb, die Metallwerkstätte oder der Getränkelieferant An- oder Auslieferungen haben, dann ist die ganze rund 2,5 Meter breite Gasse verstopft, vor den Cafés parkierte Mofas müssen umparkiert werden. Viele schauen zu, jeder gibt Anweisungen.

Es sind kleine Handwerksbetriebe und doch herrscht ständiges Treiben. Wenn grössere Stücke verarbeitet werden müssen, zum Beispiel lange Eisen geschweisst oder mit der Flex zugeschnitten werden, dann findet das nicht im kleinen Gebäude sondern auf der Gasse statt.

Ansonsten ist es eine ruhige Gasse. Das Leben beginnt früh, so gegen 6 Uhr, wenn es noch nicht zu heiss ist. Zu dieser Zeit mache ich mich auf zum Sport. Mit dem Mountainbike ans Meer, um dort Kilometer abzustrampeln oder auf den öffentlichen Fitnessgeräten in den Parks die Muskeln trainieren.

In den frühen Morgenstunden sieht man in den Parkanlagen viele Vietnamesen, die sich körperlich ertüchtigen. Entweder walken sie unter den Bäumen, spielen Federball oder nutzen die Bewegungsgeräte, die in fast allen Parks zu finden sind.

Nach der Dusche im Hotel geniesse ich in meiner Gasse einen vietnamesischen Kaffee (wie ein Espresso mit Kondensmilch und Eis, dazu wird immer auch ein Glas Tee serviert; im Bild rechts der Tee) und später dann in einer Garküche einen Teller Suppe mit Nudeln, Fleisch oder Fisch. Auch hier gibt es kostenlos Tee oder Wasser dazu.

Im Café sitzen jeden Morgen fast immer die gleichen Männer und Frauen. Alle aus der direkten Nachbarschaft, luftig leicht gekleidet und in Badelatschen. Man kennt sich mittlerweile. Alle sitzen sie auf diesen kleinen wie Kinderstühlen vor kleinen, kniehohen Tischchen und trinken Tee oder Kaffee.
So wie die Wärme aufkommt verstreicht die Zeit. Langsam. Es gibt keine Hetze.

Die Einrichtung ist einfach. Fast selbstverständlich gehört ein Fernseher dazu, der ununterbrochen vietnamesische Schnulzen oder irgendwelche Liebesserien trällert.

Ein Grossteil des Lebens findet draussen statt. Man trifft man sich ausserhalb der eigenen vier Wände, die vielfach sehr eng bemessen, dunkel, aber dafür angenehm kühl sind. Wer wenig Wohnraum zur Verfügung hat, belegt als Ausgleich den öffentlich Raum. Seien es Cafés, Restaurants oder Parks. Das Leben spielt sich draussen ab. Bei durchschnittlichen Temperaturen von 23 bis 35 Grad das ganze Jahr über kein Problem.

Spannend ist die Aussage der Hamburger Psychologin, Wohnforscherin und Buchautorin Dr. Antje Flade. Sie sagt in Bezug auf die für Hartz-IV-Empfänger diskutierte Verkleinerung des gesetzlich zur Verfügung stehenden Wohnraums: Dass ein Leben auf engstem Raum nicht unbedingt krankmachen müsse, sehe man an Tokio. Japaner hätten entsprechende Wohnformen entwickelt, viele hätten Klappmöbel und treiben viel Sport.

Jan.
04

Bedeckt, aber angenehm

Bedeckt, aber angenehm
Das Wetter zeigt sich seit Tagen verhangen. Für mich irgendwie unwirklich. Denn wenn ich aus dem gekühlten Zimmer schaue, habe ich das Gefühl, draussen müsse es kalt und unangenehm sein.
 
Ab und an regnet es wie aus Kübeln. Nur kurz. Dann ist alles überschwemmt und eine viertel Stunde später trocknet es ab. Bei Temperaturen um die 30 Grad kein Problem. Im Gegenteil: Das Wetter ist angenehm. Nicht zu heiss. Die Sonne brennt nicht, sodass man sich vor ihr schützen muss. Die Wolken tun das für uns. Aber das wird sich ändern.

Jan.
01

Nha Trang Impressionen

Nha Trang Impressionen

Impressionen festgehalten am 31. Dezember 2016 in Nha Trang

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Dez.
31

Gesundheit, Glück und Zufriedenheit oder: Happy News Year

Gesundheit, Glück und Zufriedenheit oder: Happy News Year

Hier in Nha Trang wird der Jahreswechsel gross aufgezogen. Auf dem Hauptplatz an der Strandpromenade findet heute Abend ein grosses Gratiskonzert "Countdown 2017" statt. Noch am Nachmittag dieses letzten Tages des Jahres werden die Strassen geschmückt und "Happy New Year" Schriftzüge in abenteuerlicher Pose aufgezogen.

Heute nahm ich auch mein Scott-Bike in Betrieb. Endlich. Seit meiner Operation am 8. August dieses Jahres war ich nicht mehr auf dem Bike. Die gemütliche Stadtrundfahrt ist damit zu einer Fahrt in ein "normales Leben" geworden.

Wenn ich all die Jahresrückblicke in den Medien lese, erstaunt es mich, wie viel Negatives ausgegraben wird. Blick tut es mit den Worten «Trump, Terror und Tränen», 20-Minuten findet zwar «40 Gründe, warum 2016 gar nicht so schlimm war», doch auch der Spiegel schreibt: «Was war das für ein Jahr: Hass und Terror, Kriege und Krisen.»

Mein Jahresrückblick fällt durchwegs positiv aus: Krebs diagnostiziert und bekämpft – neues Leben erfolgreich begonnen. Was will ich mehr? In diesem Sinne wünsche ich allen «Ein gutes neues Jahr. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sollen Eure Begleiter im 2017 sein.»

Einen kleinen, erstgemeinten «Druckfehler» möchte ich für alle, die auch im kommenden Jahr diesen Blog lesen, anfügen und mich gleich für die noch folgenden entschuldigen: Happy News Year!

Dez.
28

Nun bin ich Auslandschweizer

Nun bin ich Auslandschweizer

Seit heute bin ich Auslandschweizer. Ein gutes Gefühl! Also eine Flasche Champagner (wenn man dem so sagen kann oder darf) gekauft, geköpft und nun wird gefeiert.

Doch wie ist das in der Schweiz mit dem Ausland? Um es etwas provokativ auszudrücken: Wollen die Schweizer überhaupt ein Ausland? Für mich stellt sich schon seit Langem die Frage, wie weit sind die Schweizer bereit, auf Ausländer einzugehen?
Klar, wenn sie als Touristen kommen, Devisen bringen und sich so benehmen, wie die Schweizer das von ihnen erwarten, dann sind sie willkommen. Aber wenn sie eine andere Kultur, andere Sitten haben, dann ist es den Schweizern lieber, wenn die Ausländer bleiben, wo sie sind. Im Ausland.

Dort hat es mich nun hin verschlagen. Ich bin nun ein Ausländer. Aber eines werde ich bleiben. Schweizer. So kann ich auch im Ausland mich für eine offene Schweiz einsetzen und bei allen SVP-Abschottungsbemühungen mein Veto einlegen.

Dez.
24

Es ist nicht alles gold, was glänzt

Es ist nicht alles gold, was glänzt

So ein Gepäckverlust ist doch überhaupt kein Problem, sollte man meinen. Nur die Erfahrung lehrt uns eines Besseren - auch wenn man vermeintlich versichert ist.

Da ich den Flug mit meiner MasterCard Gold bezahlt habe, bin ich stolzer Inhaber einer Reisegepäckversicherung. Zudem heisst auf der Website vielversprechend: «In medizinischen, rechtlichen und persönlichen Notlagen im Ausland steht Ihnen der kostenlose Hilfs- und Informationsdienst Global Assist* rund um die Uhr zur Verfügung.» Wow!!!! Ist das ein Service!

Nun ist es aber so, dass sich die Versicherung und der Informationsdienst Global Assist* von MasterCard, die ich übrigens nur über einen teuren Anruf in die Schweiz erreichen konnte, da die  Nummer für die internationale Hotline ungültig ist, einen Deut um mein Anliegen kümmert. Der kostenlose Hilfs- und Informationsdienst in medizinischen, rechtlichen und persönlichen Notlagen kann ich nicht beanspruchen. Mir fehlt ja nur mein Gepäck. Das Fehlen von wichtigen Schmerzmitteln und Gepäck ist für MasterCard weder eine persönliche noch medizinische Notlage. Auch ist es keine rechtliche Frage. Der Anspruch auf mein Gepäck wird ja von Aeroflot nicht bestritten.

So bleibt mir neben dem Warten die Gewissheit, die fast alle Schweizer Versicherten haben: Wir sind zwar gut versichert, aber nicht für den Schaden, den wir gerade erleiden. – Frohe Weihnachten euch allen!

Zum heutigen Weihnachtstag habe ich aber doch noch eine gute Nachricht: In der Schweiz rezeptpflichtige Schmerz-und andere Arzneimittel sind hier zum Teil einfach und ohne grossen Aufwand in der Apotheke zu kaufen, und Dank der Hilfe meiner vietnamesichen Freunde muss ich nun bei unserem Weihnachtsessen nicht auf die Schmerzmittel verzichten.

 

Dez.
24

Gepäck und Medikamente seit zwei Tagen verschwunden

Gepäck und Medikamente seit zwei Tagen verschwunden
Krebs und dessen Behandlung verursachen Schmerzen, arge Schmerzen. Diese können mit Medikamenten (siehe Bild) auf ein erträgliches Mass reduziert werden. Dumm nur, wenn diese im Flugzeuggepäck sind und dieses seit zwei Tagen nicht auffindbar ist.
 
Bis anhin war ich auf meinen drei Aeroflot-Business-Flügen zufrieden. Doch nun muss ich feststellen, diese Fluggesellschaft ist gelinde gesagt «unter jedem Hund»! (Dieser Post darf ruhig geteilt werden).
 
Am Morgen des 22. Dezember bin ich wohlbehalten in Ho Chi Minh City (HCMC) gelandet. Noch bevor das erste Gepäckstück auf dem Rollband auftauchte wurde ich zum Lostandfound-Schalter beordert.
 
Meine zwei Gepäckstücke, der grosse Bag mit dem Mountainbike und der blaue Koffer mit meiner restlichen Habe (inklusive der zum Teil happigen Schmerzmittel,) seien unterwegs nach Bangkok, man würde sie mir am Abend ins Hotel bringen.

Klang also gar nicht so wild. Zumal ich für den Notfall für zwei Tage Medikamente usw. im Handgepäck mit mir führte. Nun, diese beiden Tage sind um und ich stehe immer noch ohne Gepäck und ohne Medikamente da.
 
Ich habe den Lostandfound-Service in HCMC, jenen in Zürich und Aeroflot in Moskau per Mail und telefonisch auf mein Problem aufmerksam gemacht. Bis heute aber keine vernünftige Reaktion erhalten, ausser die letzte Info am Freitagnachmittag «Wir wissen nicht, wo ihr Gepäck ist. Gehen sie ins Hotel und warten sie dort. Wir bringen es ihnen.»
 
Morgen werde ich mich nun nicht mehr um mein Gepäck kümmern können. Morgen muss ich versuchen, irendwie an meine rezeptpflichtigen Schmerzmittel zu kommen.
Dez.
22

Ich hab’s getan – oder: Vanille-Eis über Schweinsfilet

Ich hab’s getan – oder: Vanille-Eis über Schweinsfilet
Wie oft dachte ich in den letzten Monaten, du bist doch nur ein «Schnörri», redest vom Auswandern und Loslassen, von Vietnam, einem neuen Lebensentwurf und am Ende? Am Ende krebst du zurück und bleibst in der ach so sicheren Umgebung deiner Heimat!
 
Doch dem ist nicht so. Ich hab’s getan. Ich sitze, nicht mal ganz fünf Monate nachdem ich wegen Krebs an der Zunge, am Hals und am Arm während gut acht Stunden operiert worden bin (doch davon in einem anderen Blog-Eintrag mehr), in einer Boeing 777-300 ER mit dem Ziel Saigon.
 
Das Fünfgangmenü, das soeben fertig serviert wurde, habe ich so gut es eben ging und unter Zuhilfenahme von Schmerzmitteln genossen. Ich habe versucht, alles zu essen und das schaffte ich leidlich gut. Doch der Hauptgang, das Schweinsfilet-Medaillon, war derart ausgetrocknet, dass auch noch so kleine Fleischstücke ihren Weg nur schwerlich an meinen durch die Bestrahlung lädierten Schleimhäuten vorbei fanden.
 
«Essen Sie in Zukunft alles mit viel Sauce», wurde mir im Spital in Chur im Zusammenhang mit der Bestrahlungstherapie geraten. Doch 10'000 Meter über Boden gibt’s  - auch in der Aeroflot-Business-Class, einfach keine zusätzliche Sauce. Irgendwie verständlich!
 
Also bestrich ich, da mich der Hunger plagte, einen Teil des «Trocken»-Fleisches mit Butter (diesen hatte ich übrig, weil Brotessen derzeit ein No-Go ist) und den zweiten Teil des Fleisches, nachdem das Buttermödeli alle war, habe ich mit dem Vanille-Glace der anschliessend servierten Süssspeise schlüpfrig gemacht. Übrigens: Es hat gar nicht so schlecht geschmeckt!
 
Und jetzt bin ich also auf dem Weg in meine neue Heimat. Vietnam! Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, welche Gefühle sich in mir breitmachen. Es ist so, als ob ich mich geistig selber erschlagen hätte. Euphorie mischt sich mit Ungewissheit, behält die Oberhand, taucht ab um danach, um ein Mehrfaches gefestigt, wieder die Oberhand zu gewinnen. Wie ein Fünfsatz-Match Nadal gegen Federer: Am Ende hat der Schweizer, die Euphorie, den Sieg in der Tasche.
Dez.
21

Und es geht weiter: «Faszination Vietnam»

Der Blog "Indochina-by-bike" ist geschlossen und wird nicht mehr weitergeführt. Aber im Nachfolger-Blog «Faszination Vietnam» geht es weiter …….. Wir wünschen viel Lesespass

Dez.
21

Fischli-Air - oder: «Wir bleiben in Kontakt, gell!»

Fischli-Air - oder: «Wir bleiben in Kontakt, gell!»

Mit der Abmeldung auf der Gemeinde vor rund einer Woche hatte das Abschiednehmen definitiv begonnen. Ein simpler, technischer Vorgang mit grosser Wirkung. Doch wirklich wichtig ist der Abschied von den Freunden. Und dieser Abschied hat viele Facetten.

Die «Fischli-Air» ist eine davon. Diese wunderbare Zeichnung von Kurt Fischli (www.artfischli.com) steht stellvertretend hier für all die emotionsgeladenen Abschiede, die ich in den letzten Tagen erfahren durfte.

Auswandern heisst, Abschied nehmen, und entgegen meiner vorgängigen Vorstellung, Lebewohl sagen rufe traurige Gedanke hervor, zeigt es sich jetzt: Bei wirklichen Freunden kommt im Abschied Freude auf und plötzlich siehst du, wie viel du den Menschen bedeutet hast und wie viel sie dir bedeuten. Erst im Abschied wird dir dies wirklich bewusst – zumindest mir ist es so ergangen.

So entstanden im Abschiednehmen herrlich wertvolle Moment-Aufnahmen, die ich nie mehr werde erleben dürfen, die sich nicht fotografieren lassen, sich aber tief in meine Gefühle eingegraben haben. Denn im Abschied leben die gemeinsam verbrachten Stunden und Erlebnisse wieder auf und zurück bleibt ein ehrliches «Wir bleiben in Kontakt, gell!»

Dez.
20

Ein Leben in drei Koffern – oder: Wenn Dinge ihren Platz finden

Ein Leben in drei Koffern – oder: Wenn Dinge ihren Platz finden

Jetzt ist es passiert! Der Hausräumungsdienst Swiss-Express hat seine Aufgabe bravourös und ohne Emotionen erledigt. Die Wohnung ist seit gestern leer, mein Hab und Gut hat sich derart reduziert, dass es in drei Koffern Platz findet.

Ab sofort lebe ich nur noch mit jenen Sachen, die mir wirklich wichtig sind. Viele sind das nicht. Kurz aufgezählt: Bike, Computer, Fotoapparat, etwas Weniges an Kleidern, Hygieneartikel und ein gerütteltes Mass an Medikamenten. Auf Letztere werde ich in naher Zukunft dann aber auch verzichten können, was bedeutet: Ich kann in ein paar Tagen noch mehr Ballast abwerfen. Das Leben wird noch leichter.

Ich bin erstaunt, wie einfach das Loslassen von materiellen Dingen ist. Weg ist weg! Schnell stellt man fest, dass vieles, was man meinte, unbedingt brauchen zu müssen, völlig unnötig und überflüssig ist und gleichzeitig wird einem bewusst, wie schwer manches auf uns lastet, nur weil es uns gehört. Weil es gepflegt und unterhalten werden will und trotzdem unbenutzt in einer Ecke steht.

Noch befreiender aber ist das Loslassen, wenn es sich um Dinge handelt, die einem etwas bedeuten, Begleiter über lange Jahre waren in guten wie in schlechten Zeiten, an denen man hängt, die aber trotzdem im neuen Lebensentwurf keinen Platz mehr finden. Grosse Gemälde zum Beispiel oder die Sammlung alter Schallplatten.

Diese für mich doch wichtigen und zum Teil auch prägenden Sachwerte (ich denke da an das 150 x 170 cm grosse Öl-Relief-Bild von Kurt Good oder an die vielen alten Frank Zappa Schallplatten) habe ich an Freunde verschenkt. Einerseits konnte ich den Beschenkten eine unerwartete Freude bereiten und anderseits weiss ich, dass diese Kunstschätze, für dich ich nicht mehr sorgen kann, nun am richtigen Ort sind, ihren Platz gefunden haben.

Dez.
04

1000 Franken für Krebsliga

1000 Franken für Krebsliga

Der Flohmarkt im Restaurant «Murg City» und der Hausratsverkauf von Peter Jenni am vergangenen Samstag in Murg stiessen auf reges Interesse. Daneben lief eine Spendenaktion zugunsten der Krebsliga. Daran beteiligten sich Hanspeter Cadonau (Quinten), der «Montagsklub Murg Ctiy», der Spar Supermarkt in Murg und alle Käufer, die einen Teil des Hausrates von Peter Jenni kauften. Dank dem Engagement aller können in den nächsten Tagen 1000 Franken an die Krebsliga überwiesen werden.

Nov.
07

Nha Trang: neue Heimat

Nha Trang: neue Heimat

Das Klima in Nord- und Süd-Vietnam ist aufgrund der grossen Nord-Südausdehnung unterschiedlich. Während im Norden gemässigtes tropisches Wechselklima mit einer kühlen Jahreszeit zwischen November und April und einer heissen zwischen Mai und Oktober herrscht, ist der südliche Teil tropisch: hier ist es ganzjährig warm bis sehr heiß, nur zwischen November und Januar ist es etwas kühler, dagegen ist es zwischen Februar und Mai heiss. Im Süden dauert die Regenzeit von Mai bis November.

Nha Trang ist eine Stadt in Zentralvietnam mit ca. 356.000 Einwohnern, die an der wundervollen Küste des südchinesischen Meers liegt. Aufgrund des kristallklaren Wassers, der weissen Strände, der schönen Palmen und der zahlreichen vorgelagerten Inseln ist Nha Trang der beliebteste Urlaubsort Vietnams. Hier wird Wassersport grossgeschrieben, das Angebot der Aktivitäten reicht von segeln, surfen, kajaken bis hin zum tauchen.

Nha Trang hat sich inzwischen zum Mekka des Tauchsports in Vietnam entwickelt. Es gibt einige, auch für erfahrene Taucher, interessante Tauchspots.   

Die Stadt an sich bietet neben einigen Sehenswürdigkeiten auch ein interessantes Nachtleben, was in Vietnam sonst nur in den Städten Hanoi und Saigon zu finden ist. Es gibt viele Bars und unzählige Restaurants, die mit leckeren, fangfrischen Meeresfrüchten locken.

Okt.
29

Bilder einer Bestrahlung

Bilder einer Bestrahlung

Derzeit muss ich mich am Kantonspital Chur einer Strahlentherapie unterziehen. Zum Einsatz kommt der Linearbeschleuniger TrueBeam. Im Internet ist darüber zu lesen: "Die ultraschnelle Bestrahlung mit dem neuen System TrueBeam™ bedeutet für den Patienten nochmals kürzere Liegezeiten und grösseren Komfort, weil er weniger lang unter dem Strahl liegen muss. Die Krebszellen werden durch eine rotierende Bestrahlung hochpräzis und damit für das gesunde Gewebe schonend zerstört. Durch die schnellere Bestrahlung erhofft man sich auch eine stärkere Wirkung auf die Tumore und somit bessere Heilungserfolge."

Am Freitag haben wir die Gelegenheit genutzt und eine Bestrahlungssitzung (die gesamte Therapie umfasst 30 Bestrahlungen) fotografisch dokumentiert.

Aufgenommen von Susanna Büchele am Freitag, 28. Oktober 2016 im Kantonsspital Chur. Bearbeitet von Peter Jenni.

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Okt.
06

Allen zum Wohl!

Allen zum Wohl!

Es war 1987. Wir engagierten uns in der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und für eine umfassende Friedenspolitik.

Zurückgeblieben ist eine Flasche Wein. Salvagnin 1987, Selection Rebschacker Weinkeller Dürnten. - Wohl nicht mehr trinkbar, aber verbunden mit wunderbaren Erinnerungen.

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Juli
26

Mit dem Döschwo auf Reportage ....

Mit dem Döschwo auf Reportage ....

Das waren noch Zeiten als die Mitarbeiter des Text ARTeliers (damals noch in Rüti/ZH) mit dem Döschwo zum Interview-Termin schaukelten und sich nicht zu schade waren, von jedem (im Bild unten André Casanova beim Interview) ein Statement zu erfragen.

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Juli
18

Text ARTelier GmbH gegründet

Text ARTelier GmbH gegründet

Die Einzelfirma Text ARTelier & Medienbüro Peter Jenni wurde am 11. Juli dieses Jahres in die Text ARTelier GmbH mit Sitz in Teufen (AR) umgewandelt. Offizieller Start der neuen Unternehmung ist am 1. Januar 2017. Damit ist der nächste Schritt zur Verlagerung unseres Tätigkeitsfeldes nach Vietnam getan.

 

Handelsregistereintrag

Juli
15

Relaunch Website www.valentin-rehli.ch

Relaunch Website www.valentin-rehli.ch

Die Website von CVP-Kantonsrat und Arzt Valentin Rehli (www.valentin-rehli.ch) wurde einem Relaunch unterzogen. Dies geschah vor allem im Hinblick darauf, dass immer mehr Internet-User mit dem Handy oder dem Tablet surfen - das responsive Display ist deshalb heute ein Muss.

Die dynamisch aufgebaute Website reflektiert das umfrache Schaffen des St.Galler Kantonsrates und zeigt auf, wo die Ziele seiner politischen Arbeit liegen.

Juni
16

19. Juni 1996: Schwarzer Tag für Murg und die Region

19. Juni 1996: Schwarzer Tag für Murg und die Region

Vor 20 Jahren, am Mittwoch 19. Juni 1996, gab die Spinnerei Murg AG die Schliessung der Spinnerei am Walensee bekannt. 140 Personen verloren auf einen Schlag ihren Arbeitsplatz.

Im folgenden PDF-Dokument ist die Geschichte von der Bekanntgabe der Schliessung bis zur Transfer-Organisation anhand von Zeitungsberichten nachgezeichnet.

akte_spinnerei.pdf

Mai
20

Termin-Blocker

Termin-Blocker

Mai
18

Gründungs-Urkunde aufgefunden und restauriert

Gründungs-Urkunde aufgefunden und restauriert

Anlässlich der Gründung des Text ARTeliers im Jahre 1986 erstellte der Grafiker Kurt A. Fischli eine Gründungs-Urkunde. Kürzlich hat der Künstler (www.artfischli.com) das Dokument restauriert und auch das Blattgold erneuert: Die «Schnüerlischrift» ist jetzt in Pariserblau und die vergoldeten Flächen 18 Karat Blattgold. Das Schriftstück lagert nun an einem sicheren, wohlbewachten Ort.

Mai
13

Kaegi & Rutz AG: Win-Win mit Hans Fäh AG

Kaegi & Rutz AG: Win-Win mit Hans Fäh AG

Seit 98 Jahren existiert in Pfäffikon SZ eine Elektroinstallationsfirma. Mit einer wohlüberlegten Übergabe an die Hans Fäh AG (Unterterzen) haben die Inhaber den Weiterbestand der Kaegi & Rutz AG sowie die Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert.

 Nachfolgeplanung ist nicht immer einfach. Vor allem dann, wenn alles aufgegleist scheint, aber plötzlich – von einem Tag auf den anderen – nichts mehr so ist, wie es war. So erging es auch Hansheiri (69) und Paul Rutz (65). Sie führten die im Bezirk Höfe tätige Elektroinstallationsfirma in der dritten Generation. Ein Nachfolger war gefunden; die beiden Brüder wollten sich Schritt für Schritt aus dem Unternehmen zurückziehen. «Unser Bestreben war es, dass das Unternehmen auch nach unserem Ausscheiden für die vielen langjährigen Kunden ein verlässlicher Ansprechpartner ist und die Arbeits- und Ausbildungsplätze auch in der Zukunft gesichert sind», erklärt Hansheiri Rutz.

Doch die angedachte Nachfolgeregelung kam nicht zustande.

 So suchten sie weiter und fanden in der Hans Fäh AG in Unterterzen dann doch noch eine Nachfolgelösung, die ihren Vorstellungen entsprach. Hans Fäh übernahm die Aktienmehrheit und setzte mit Adrian Broder (Geschäftsführer), und Björn Baumer (Geschäftsstellenleiter) zwei innovative Fachleute an die Spitze und «schaffte damit eine Win-Win-Situation», so der neue Geschäftsführer. Die Kaegi & Rutz AG bleibt selbstständig, auch die Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze am Zürichsee bleiben erhalten und die beiden Unternehmen ergänzen sich in vielerlei Hinsicht.

 Vor gut einem Jahr erfolgte die Übergabe und jetzt zeigt sich, wie erfolgreich dieser Schritt vollzogen werden konnte. Ein Grund dafür: «Hansheiri und Paul Rutz sind nach wie vor mit Teilpensen im Unternehmen tätig. Dank ihrem fachkundigen Wissen und den äusserst guten Kundenbeziehungen, die beide heute noch pflegen, ging für die Kunden fast alles so weiter wie bisher und so soll es auch bleiben», sagt Broder und Paul Rutz ergänzt: «Die beiden Unternehmen passen sehr gut zusammen. Beide sind auf ihren Gebieten Spezialisten, fest verankert und sie stellen das Kundenbedürfnis und die Qualität zu einem konkurrenzfähigen Preis in den Vordergrund. Beide können aber auch vom Wissen und der Ausrichtung des anderen profitieren und partizipieren».

 Die Kaegi & Rutz AG bietet ein vielseitiges Dienstleistungsspektrum von kleineren Serviceleistungen bis hin zu Grossbauaufträgen. Neu- und Umbauten, Sanierungen sowie Service- und Reparaturarbeiten in den Bereichen Elektroanlagen, Telekommunikation und Netzwerke werden fachmännisch, kompetent und effizient geplant und termingerecht ausgeführt. Das Unternehmen beschäftigt zehn Mitarbeiter darunter drei Lernende. Angestrebt wird ein gesundes Wachstum, was nichts anderes heisst, als den Kundenstamm weiterhin mit einer persönlichen Note zu betreuen und kontinuierlich zu erweitern. «Alles zur rechten Zeit, am rechten Ort und aus einer Hand. Dieses Motto der Hans Fäh AG leben wir auch am Zürichsee», sagt Broder und er weiss: «Damit ist der Grundstein gelegt, dass die Elektro-Installationsgeschichte auch nach 100 Jahren ebenso erfolgreich weitergeht wie bis anhin.»

 (Legende zum Bild) Gute Zusammenarbeit (von links): Adrian Broder und Björn Baumer können nach wie vor auf die langjährige Erfahrung und das grosse Fachwissen von Hansheiri und Paul Rutz zählen. (Bild Peter Jenni)

Apr.
29

Die Frage nach dem bestgehüteten Geheimnis

Die Frage nach dem bestgehüteten Geheimnis

"Wie viel verdienen Sie?"

Oberländer Tagblatt

15. Juni 1996

Download: 1996_06_15.pdf

Apr.
27

Die E-Mail@Zeitung bei den Journalisten

Die E-Mail@Zeitung bei den Journalisten

OVJ-Aktuell

September 1999

Download: email_zeitung_2.pdf

Apr.
27

Sonderangebot Zypern

Sonderangebot Zypern

Frühling 1999

Reisebüro Bachmann & Spitzer, Rüti (ZH) und Uznach

Download: bachmann.pdf

Apr.
27

Flüssiggas ist ... meine Energie

Flüssiggas ist ... meine Energie

Herbst 1999

Flyer PanGas-Regionaldepot für Jac.Meier (Rüti)

Download: flyer_meier.pdf

Apr.
27

Lassen Sie das Wasser fliessen ....

Lassen Sie das Wasser fliessen ....

Sommer 1999

Produktion (Logo, Prospekt, Flyer, Inserate) für Hänsli Gartenbau, Tann

Download: flyer_haensli.pdf

Apr.
27

Diverse Flyer-Produktionen

Diverse Flyer-Produktionen

1999 produziert:

Müller AG und Reisebüro Bachmann+Spitzer

Download: flyer_1999.pdf

Apr.
13

"Südwärts" mit May Day

"Südwärts" mit May Day

Oberländer Tagblatt

02. Juli 1997

Download: ot_19970702.pdf

Apr.
13

Ein Volk von verschwitzten Schlechtschläfern

Oberländer Tagblatt

14. April 1997

Download: ot_19970414.pdf

Apr.
13

500 Franken für ein paar "Tässli Kaffee"

500 Franken für ein paar "Tässli Kaffee"

Oberländer Tagblatt

29. April 1997

Download: ot_19970429.pdf

Apr.
13

PROTECTOR Redaktionsbüro Schweiz neu im Fürstentum

PROTECTOR Redaktionsbüro Schweiz neu im Fürstentum

Im Dezember 1997 übernahm das Text ARTelier & Mediaoffice vom Münchner IGT-Verlag das «PROTECTOR»-Redaktionsbüro Schweiz. Nach fast zwanzig Jahren ist nun Schluss.

Apr.
13

Neues "PROTECTOR"-Verlagsbüro

Neues "PROTECTOR"-Verlagsbüro

Sarganserländer

03. Dezember 1997

Download: sl_19971203.pdf

Apr.
08

Sarganser Felix Peter: mit der Trottinett-Rakete zum Weltrekord

Sarganser Felix Peter: mit der Trottinett-Rakete zum Weltrekord

Sarganserländer

28. Mai 1997

... und wie das Sarganser Trotti ins Verkehrshaus kam

Download: schnellstes_trotti.pdf

Apr.
08

EMail@News: "Feinde der Altpapiersammler"

EMail@News: "Feinde der Altpapiersammler"

1. April 1998: Ein Projekt seiner Zeit weit voraus!

Zusammen mit Thomas Kreis und Jacques Boehrer

Gründung der EMail-Zeitung EMail@News

Apr.
07

Bequem rauf, rasant runter: Sportbahnen Filzbach realisieren Freeride-Strecke

Bequem rauf, rasant runter: Sportbahnen Filzbach realisieren Freeride-Strecke

Sarganserländer

02. September 2004

Download: sl_20040902.pdf

Apr.
06

Nationalratswahl-Stammtische: Unter der Leitung von Peter Jenni diskutierten:

Nationalratswahl-Stammtische: Unter der Leitung von Peter Jenni diskutierten:

Bünder Woche

09. Oktober 1991: Daniel Sailer, Duri Bezzola, Hansjörg Trachsel, Yvonne Bannwart, Nicoletta Noi, Bernhard Cathomas und Katharina Greinacher.

16. Oktober 1991 (Bild): Simeon Bühler, Sina Stiffler, Markus Rischgasser, Heidi Derungs-Brücker, Andrea Hämmerle, Rainer Metzger und Guido Lardi.

Apr.
06

Kinder, Politik und Beruf unter einem Hut

Kinder, Politik und Beruf unter einem Hut

Bündner Woche

15. Mail 1991

Eveline Widmer-Schlumpf im Interview

Download: buewo_19910515.pdf

Apr.
05

Zu lauter Klangteppich lässt das Feingewobene nicht erkennen

Zu lauter Klangteppich lässt das Feingewobene nicht erkennen

Stephan Eichenberger in der Mehrzweckhalle Mels-Plons

Oberländer Tagblatt

7. Dezember 1993

Download: eicher_19931207.pdf

Apr.
05

Frank Zappa: Vater der Rockmusik ist tot

Frank Zappa: Vater der Rockmusik ist tot

Oberländer Tagblatt

7.12.1993

Von Jean-Martin Büttner, Paul Rostetter und SDA

Download: ot_19931207.pdf

 

Apr.
05

Pornos aus dem Sarganserland

Pornos aus dem Sarganserland

Oberländer Tagblatt

2. Dezember 1993

Download: ot_19931202.pdf

März
31

Neues Bike-Antriebskonzept kommt aus Vilterser "Erfinder"-Werkstatt

Neues Bike-Antriebskonzept kommt aus Vilterser "Erfinder"-Werkstatt

Oberländer Tagblatt

26. August 1993

Download auf der Detailseite

März
31

Aus für Dancing "Soldanella" - jetzt kommt heisser Striptease

Aus für Dancing "Soldanella" - jetzt kommt heisser Striptease

Oberländer Tagblatt

5. August 1993

Download: soldanella_1993.pdf

März
31

Peter Jenni neuer OT-Redaktor

1. Juli 1993

Oberländer Tagblatt

Download: ot_redaktor.pdf

März
31

Unterterzen: Sägerei Stüssi weicht Wohnsiedlung

Unterterzen: Sägerei Stüssi weicht Wohnsiedlung

24. Juni 1993

Oberländer Tagblatt

Das Bild zeigt die Sägerei in Unterterzen in den 20er Jahren.

Download: stuessi_1993.pdf

März
30

Martina Hingis trainiert in Bad Ragaz

Martina Hingis trainiert in Bad Ragaz

Oberländer Tagblatt

17. Juni 1993

Download: martina_1993.pdf

März
30

Die Geschichte von MS-DOS

Wer erinnert sich noch?

11. Juni 1991: Pressemitteilung von Mircrosoft

ms_dos_1981.pdf

März
13

Techno und House, die Suche nach dem dringend nötigen Neuen

Techno und House, die Suche nach dem dringend nötigen Neuen

25.08.1994

Oberländer Tagblatt

DJ Daniel Gätzi

März
13

Wenn der Bad Ragazer Kurdiektor verkehrt in der Luft hängt

Wenn der Bad Ragazer Kurdiektor verkehrt in der Luft hängt

08. September 1994

Oberländer Tagblatt

Urs Kamber

Download: kurdirektor.pdf

März
13

Der etwas andere Reisebericht oder Wie wird man Terrorist?

Der etwas andere Reisebericht oder Wie wird man Terrorist?

17. September 1994

Oberländer Tagblatt

März
09

Georg Danzer in Chur: "Nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein"

Georg Danzer in Chur: "Nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein"

7. März 1994

Oberländer Tagblatt und Bündner Zeitung: Konzertkritik von Peter Jenni

März
09

Drei Geschenke zum 30-jährigen

Drei Geschenke zum 30-jährigen

In diesem Jahr feiert das Text ARTelier & Medienbüro (TAM) seinen 30. Geburtstag und beschenkt sich gleich selbst. Aber auch die Kunden werden profitieren. Doch alles der Reihe nach.

  • Im Jubiläumsjahr 2016 wird auf der Website www.textartelier.ch ein digitales Archiv über die vergangenen 30 Jahre erstellt. In den nächsten Wochen und Monaten werden laufend Artikel, Produktionen und Meilensteine aus dem Text ARTelier erfasst und im TAM-Archiv unter "Produktionen & Meilensteine (P&M)" publiziert. Das Archiv wird nicht chronologisch geführt. An erster Stelle erscheint jeweils das, was gerade und eher zufällig erfasst worden ist.
  • Weiter gibt es zum Jubiläum einen neuen, etwas internationaleren Namen, neu: Text ARTelier & Mediaoffice.
    Dieser ist ab sofort gültig. Website- und Email-Adresse ändern nicht.
  • Das beste (Geschenk) kommt immer zum Schluss, denn auch die Kunden sollen profitieren: Ab 1. Januar 2017 werde ich meinen Wohnsitz und Arbeitsplatz nach Nha Trang (Vietnam) verlegen und von dort aus für meine Kunden tätig sein. Diese "Offshore"-Lösung erlaubt mir einerseits meinen Stundensatz für Kundenarbeiten zu reduzieren und anderseits ein lang ersehntes Buchprojekt zu verfolgen. Details dazu folgen später.
März
09

Charles Boukowsky, der "Dirty Old Man" und Kultautor der US-Literatur, ist tot

Charles Boukowsky, der "Dirty Old Man" und Kultautor der US-Literatur, ist tot

11. März 1994

Eine SDA-Meldung

März
06

"Direkt Steuern erheben ist das Letzte, was der Staat tun darf"

"Direkt Steuern erheben ist das Letzte, was der Staat tun darf"

03.10.1994

Oberländer Tagblatt

Professor Walter Wittmann

März
05

Ich habe schon Gegenden erlebt, wo wir auf weniger Widerstand gestossen sind

Ich habe schon Gegenden erlebt, wo wir auf weniger Widerstand gestossen sind

13.10.1994

Andy Seeli, Nationaltrainer der Schweizer Mountainbiker, gastiert mit dem Team in Mols

 

März
05

Speisen aus dem Staubsauger: Idee daneben

Speisen aus dem Staubsauger: Idee daneben

13.10.1994

Oberländer Tagblatt

März
05

Wenn der Schnee nicht kommt, so doch der Pirmin ...

Wenn der Schnee nicht kommt, so doch der Pirmin ...

... oder Opus Dei in Flumserberg

31.12.1994

Oberländer Tagblatt: Primin Zurbriggen referiert in Flumserberg

März
05

Karrikatur zum Jubiläum

Karrikatur zum Jubiläum

15.10.1994

20 Jahre Oberländer Tagblatt: Karrikatur der Redaktion (von links Hans Bärtsch, Jerry Gadient, Peter Jenni) von Orlando.

März
05

OT-Podiumsgespräch an der Siga zum Thema "Pizol, wie weiter?"

OT-Podiumsgespräch an der Siga zum Thema "Pizol, wie weiter?"

03.05.1995

Im Siga Festzelt diskutieren Fachleute zusammen mit der IG Pizol Bad Ragaz.

März
05

Es geht um den Pizol und nicht um eine Bahn

Es geht um den Pizol und nicht um eine Bahn

27.04.1995

Leitartikel im Oberländer Tagblatt