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Jan.
08

Schaufenster der Region: TdS-Etappenstart in Unterterzen

Am 17. Juni startet die Tour de Suisse zur 5. Etappe in Unterterzen. Am Mittwoch gab das OK Details bekannt. Gesucht werden noch Gönner und Helferinnen und Helfer.

Die Tour de Suisse (TdS) ist seit 1933 das wichtigste Radrennen der Schweiz. Jedes Jahr verfolgen über eine Million Zuschauer die Rundfahrt an der Strecke. Sie führt in neun Etappen über mehr als 1 300 Kilometer und 17 500 Höhenmeter durch alle Landesteile der Schweiz. Die Tour de Suisse ist Teil der UCI World Tour und das viertgrösste Profi-Radrennen der Welt. Flumserberg war schon fünf Mal Etappenort und in diesem Jahr erfolgt der Start zur fünften Etappe in Unterterzen. Am 17 Juni, werden die Fahrer  um die Mittagszeit auf dem Lufag-Parkplatz auf ihre Reise nach Sölden (OE) mit der Bergankunft auf dem Rettenbachgletscher geschickt. Im Hotel Blumenau gab das OK einen Überblick über den Stand der Arbeiten und über die Motivation, die TdS wiederum in die Region zu holen.

Schaufenster der Region
«Wir wollen Unterterzen, Flumserberg und die Walensee-Region bekannter machen und die Zusammenarbeit in der Region fördern. Der Etappenstart am 17. Juni soll ein Schaufenster sein, das die gesamte Ferienregion Heidiland in ein gutes Licht stellt», erklärte OK-Präsident Balz Gadient. Zusammen mit Albin Gätzi (Verkehr), Heini Michel (Vize), Markus Schumacher (Festwirtschaft), Hans Fäh (Infrastruktur), Rolf Blumer (Sekretariat) und Jürg Griesser (Finanzen) hat er ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann. Was jetzt noch fehlt, ist die Einbindung regionaler Vereine, Sponsoren und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Auf dem Lufag-Parkplatz, direkt bei der Talstation, also leicht erhöht zum grossen Parkplatz vor dem Restaurant Blumenau, wird das 8 x 15 Meter grosse VIP-Festzelt «8882» aufgebaut. Die Bezeichnung lehnt sich einerseits an die Postleitzahl von Unterterzen an, anderseits kann für Franken 88.82 ein Platz im Festzelt erworben werden. Damit ist man hautnah am Etappenstart dabei und geniesst auch sonst einiges an Vergünstigungen wie Verpflegung à discrétion, Infos über das Startprozedere, ein Tour de Suisse-Silber-Pin und weiteres mehr.

Auge in Auge mit den Radsportstar
Auf dem Platz direkt vor dem Hotel Blumenau wird der TdS-Showtrack zu stehen kommen. Dort werden sich die rund 170 Fahrer vor dem Start einschreiben; beste Gelegenheit, um den Radsportstars, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, nahe zu kommen und Unterschriften zu sammeln. Beim Showtrack bietet sich aber auch regionalen Vereinen die Möglichkeit, sich zu präsentieren und dem Publikum die Wartezeit bis zum Start oder bis zur Etappenankunft auf dem Rettenbachgletscher (es ist vorgesehen, dass die Zielankunft live auf Grossbildschirm übertragen wird) zu verkürzen. «Interessierte Vereine können sich direkt bei mir melden», erklärte Gadient.

Es wird aber auch ein Festführer herausgegeben. Dieser wird nicht als Broschüre gebunden, sondern nur gefaltet und so kann die Rückseite (ungefaltet) in den Restaurants als Tischset genutzt werden. «So ein Etappenstart kriegt man nicht gratis», erklärte Gadient und verwies darauf, dass rund 20`000 Franken an die TdS-Organisation bezahlt werden muss. «Wir arbeiten alle ehrenamtlich und sind für jedes Inserat und für jede Unterstützung dankbar.» Als Sponsoren konnten bis heute die Gemeinde Quarten, Heidiland Tourismus AG, Casino Bad Ragaz AG, Luftseilbahn Unterterzen-Flumserberg AG LUFAG und Flumserberg Tourismus gewonnen werden.

Helferinnen und Helfer gesucht
Ein Anlass dieser Grössenordnung ist natürlich nicht nur mit einem OK zu bewältigen. Gesucht werden noch Helferinnen und Helfer, die am Dienstagabend oder am Mittwoch bereit sind, verschiedenste Aufgaben, sei es beim Auf- und Abbau, im Festzelt oder bei der Verkehrsregelung, wahrzunehmen.

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Wollen, dass Unterterzen, Flumserberg und die ganze Walensee-Region bekannter werden: OK Tour de Suisse 2015 ohne Jürg Griesser, der aus gesundheitlichen Gründen abwesend war: (hinten von links) Balz Gadient, Albin Gätzi, Heini Michel, (vorne von links) Markus Schumacher, Hans Fäh, und Rolf Blumer.  (Bild Peter Jenni)

Dez.
22

Zeit für den Frieden

Das Konzert der Musikgesellschaft Mols entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine besinnlich friedvolle Zeit voller Liebe, Musik, Harmonie und Gemeinsamkeit, in den Advent.

Es gibt Abende, die gehen viel zu schnell vorbei. Der Sonntagabend in der katholischen Kirche in Mols war ein solcher. Unter der Leitung von René Cherboin lud am vierten Advent die Musikgesellschaft Mols zum traditionellen Adventskonzert. Schüler der Gemeinde Quarten führten durch das Programm, rezitierten Adventsgedichte und Eva-Maria Bucher begeisterte mit ihrem Gesang.

Der musikalische Reigen, vielfältig und wohlbedacht zusammengestellt, begann mit «Mood Romantic» (Johan Nijs), gefolgt von «I will follow him» (Jan van Kraeydonck) bevor mit «Run» (Erwin Jahreis) und dem Gesang von Eva-Maria Bucher ein erster Höhepunkt folgte. Mit «All want for Christmas is you (Frank Bernaerts), «When a Child is born» (Jan van Kraeydonck) und «Christmas Fantastique (Victor López) wurde mit wärmenden Tönen, all das in die Herzen der Zuhörer getragen, was ein Schüler mit kindlich aufgeregter Stimme rezitiert hatte: «Der Frieden bestimmt diese besondere Zeit».

Nach «Aber heidschi bumbeidschi» (Michael Friedmann) und «Silver Bells (Jan van Kraeydonck) fand das Konzert mit «Stille Nacht», arrangiert vom Dirigenten René Cherbuin, seinen  Abschluss. Glücklicherweise forderte der langanhaltende Applaus eine Zugabe und so kamen alle nochmals in den Genuss von «Run» und der Kirchenschiff füllenden Stimme von Eva-Maria Bucher. Als der letzte Ton schon lange verklungen, Eva-Maria Bucher das Mikro ausgesteckt und der letzte Applaus sich in der Stille der Kirche aufgelöst hatte, blieb das Publikum sitzen, so als wollte es, dass dieser Abend kein Ende findet, zu einem Abend wird, wie der Frieden auf dieser Welt sein sollte: endlos.

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Begeisterte mit ihrer Stimme: Eva-Maria Bucher (Gesang).

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Führten durch das Programm: Schüler der Gemeinde Quarten unter der Leitung von Margrit Engelhofer.

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Schlichte Kirche, herzerwärmende Harmonien: Adventskonzert der Musikgesellschaft Mols. (Bilder Peter Jenni)

Dez.
21

Wenn die Beiz zum Saloon wird

Tolle Stimmung, volles Haus und viel  mitreissende Livemusik: Country zum Advent stand am Samstagabend im «Murg City» auf dem Programm.

Mit der «Two Rocks Band» unter Bandleader Kurt Frei wurde am Samstagabend im Restaurant Murg City einmal mehr Advent gefeiert. Eingeladen hatte Wirtin Gina Meister, um zusammen mit ihren Gästen Advent zu feiern.

Die Musikpalette der «Two Rocks Band» umfasst ein breites Repertoire von  Country Rock und Cajun bis hin zum traditionellen Country. Star des Abends aber war  Sarah Jory, «the princess of steelguitar». Sie begeisterte mit ihrem Spiel Zuhörer wie Mitmusiker und machte ihrem Namen alle Ehre.

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Country zum Advent im Restaurant «Murg City»: Sarah Jory (rechts) verstärkt den Auftritt der «Two Rocks Band».
(Bild Peter Jenni)

Dez.
17

Murg City: Princess of Steelguitar

Mit Country zum Advent bietet sich den Murgern am Samstag wiederum eine ideale Gelegenheit, um vor den Festtagen gemeinsam noch ein paar gemütliche Stunden zu verbringen.

Bereits zum dritten Mal heisst es am Samstag, 20. Dezember, im Restaurant Murg City: Weihnachtskonzert mit Country-Musik. Mit diesem Event im Advent, es wird weder Eintritt noch Konsumationszuschlag erhoben, will Murg-City-Wirtin Gina Meister ihren Gästen und den Murgern die Möglichkeit geben, gemütlich zusammen zu kommen, Spass zu haben und Country-Musik zu hören. Die «Two Rocks Band», die jeweils in unterschiedlicher Besetzung aufspielt, wird  für diesen Auftritt verstärkt von «the princess of steelguitar» Sarah Jory (England).

Ihr erstes Album veröffentlichte Sarah Jory als Teenager und nahm mit ihrem bemerkenswerten Talent und ihrer Steelguitar die Welt im Sturm. Sie bespielte alle wichtigen Steelguitar-Festivals auf der ganzen Welt. Die Britische Country Music Association erkor sie als „den vielversprechendsten neuen Act“, gefolgt von mehreren Votings zur Wahl als „Female Vocalistin of the Year“. Sie wurde auch mit einem Voting zum „European Country Rock Entertainer of the Year“ ausgezeichnet.
Im Jahre 1988 war Jory in Bristol und formierte ihre eigene professionelle Band. Unter anderem war sie die Vorgruppe für Eric Clapton in Dublin und tourte mit Glen Campbell.

Für den Country-Abend (20 bis 23 Uhr) im Restaurant Murg City sind Reservationen erwünscht (Telefon 081 738 18 18, Gina Meister)

Nov.
18

So ein Käse, aber nicht nur

17.11.2014: Der Sagisteg in Murg wurde aufgefrischt und lädt seit vergangenem Freitag zu Fondue-Spezialitäten aller Art. Aber es muss nicht immer Käse sein, auch Vegetarier und Fischliebhaber finden ihr Fondue.

Es war der ehemalige Mister Schweiz, André Reithebuch, der am Freitagabend die Gäste im neuen, voll ausgebuchten Sagisteg mit heissen Marroni und Champagner begrüsste. In der winterlich heimeligen Atmosphäre entstand innert kürzester Zeit eine behaglich wohlige Stimmung. Wenn auch die unterschiedlichsten, hausgemachten Fonduekreationen (von Käse über Fisch bis zu vegetarisch) im Fokus standen, die jazzigen Klänge der Chicago Swing Rats trugen das ihre dazu bei, dass die Stimmung im Sagisteg von einem Höhepunkt zum nächsten schwappte.

In einer kurzen Ansprache erläuterten Esther und Dieter von Ziegler das Sagisteg-Konzept: Am Freitag und Samstag offen und unter der Woche für Anlässe ab 20 Personen buchbar. Und egal ob Sagisteg, Sagibeiz oder Lofthotel: gesucht wird immer die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern. So waren am Freitag der Glarner Fondue-Geräte-Hersteller Stöckli und die Scherenschnittkünstlerin Jolanda Brändle vor Ort. Dass die Fonduekreationen hausgemacht waren, versteht sich von selbst.

Zusammenarbeit aber nicht nur mit Anbietern, Zusammenarbeit wird auch im Betriebe gross geschrieben. Mit dem jungen Sam Wenger steht dem Team ein Vollblutgastronom vor, der diesen Teamgeist vorlebt und fördert. So war der Eröffnungsabend im Sagisteg ein Erlebnis der besonderen Art.

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Begrüsst die Gäste im Sagisteg mit Marroni: Ex-Mister-Schweiz André Reithebuch.

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Modern und heimelig: Sagisteg, ein Lokal zum Geniessen und Verweilen. (Bilder Azibene AG)

Nov.
04

Mehr als einfach nur spielen

4.11.2014: Was verbirgt sich hinter «Spielerlebnis Walensee»? Am Montag Abend informierte der Tourismuskreis Walensee. Präsentiert wurde eine kreative, einzigartige Vision. Jetzt darf man auf die Reaktionen der Leistungsträger und Gemeindeverantwortlichen rund um den Walensee gespannt sein.

Als ich die Einladung zum «Informationsabend Spielerlebnis Walensee» des gleichnamigen Tourismuskreises erhielt, machten sich gemischte Gefühle bereit. Was dann aber am Montagabend die Leistungsträger, Tourismusverantwortlichen und Behördenvertreter aus der Walenseeregion zu sehen und hören bekamen, war eine durchdachte, kreative Vision einer Vernetzung und Neugestaltung der Angebote rund um den See. Sicher nicht billig, aber sicher ein grosser Wurf voller Fantasien und Anlehnungen und sicher kein Plastik-Disneyland. Kurz um: eine einmalige Aufwertung des touristischen Angebots, einzigartig, nachhaltig - und klar auf die Zielgruppe Familie mit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren zugeschnitten.

Profis gesucht und gefunden
Blicken wir zurück: Vor einiger Zeit stellte sich der Tourismuskreis Walensee unter dem Präsidium von Roman Zogg (Quarten) die Frage: Wie können wir nachhaltig mehr Gäste in unsere Region locken, das Freizeitangebot attraktiver gestalten und einen Mehrwert abschöpfen? Es folgte ein Workshop und die Fokussierung auf die strategischen Ziele der Tourismusregion Heidiland. Da blieb am Ende neben dem Genuss- und Tageswandern die Zielgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen, also Familien mit Kindern. Auf die wollte man setzen und klar war auch, dass man nicht mit halben Sachen in ein derartiges Projekt steigen würde. Also wurden für die Gestaltung eines ersten Wurfs Profis gesucht und in der Firma Erlebnisplan (Luzern) auch gefunden.

Im neuen Konferenzraum im Resort Walensee präsentierte am Montagabend dann Erlebnisplan-Konzepter Lorenz Rieser seine Vorstellungen vom «Spielerlebnis Walensee». Gleich zu Beginn wies er aber drauf hin, dass es sich bei dieser Präsentation um eine reine Vision handle, bei der die Projektmitarbeiter ihrer Fantasie hätten freien Lauf lassen dürfen. Trotzdem unterliess er es nicht, die einzelnen Projekte mit Kostenschätzungen an den Boden der Realität anzuheften, um so die Diskussion nicht in den entmonetarisierten Raum zu schicken.

Einbinden, vernetzten, neu schaffen
Der See ist das verbindende Element der sechs Orte Weesen, Quinten, Murg, Unterterzen, Mols und Walenstadt; die Walensee-Schifffahrt das Bindeglied. Im Konzept von Erlebnisplan spielen sieben Player die Hauptrolle. Alle haben bereits bestehende Angebote und es galt, diese in das Konzept einzubinden, sei es durch Ausbau, Verknüpfung bestehender Angebote oder der Erarbeitung von neuen Ideen.

Über das ganze Erlebnis spannt Rieser eine Art Seekarte, zum Beispiel eine Schatzkarte, die eine Übersicht bietet. Die aber auch eine Geschichte erzählt, Anreiz schafft, möglichst viele Orte zu besuchen und, zum Bespiel ergänzt mit einem Gutscheinheft, bezahlbare Angebote aus Gastronomie und Gewerbe rund um den See attraktiv bewirbt. Eines wird bei dieser Vision sofort ersichtlich: Alles rund um den See soll im das Spielerlebnis eingebunden werden und das Schiff wird zum Minispielplatz mit Kinderkonzerten und Spezialevents. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Web-Anbindung, Geocaching und Sozial Media gehören natürlich ebenfalls dazu.

Lokale Thematik
Bei der Ausgestaltung der Spielplätze an den einzelnen Anlegestellen wird die Auseinandersetzung mit der lokalen Thematik und die Einzigartigkeit des gesamten Konzepts ersichtlich. Die Mitgestalter rund um Lorenz Rieser haben in ihrem Konzept den Spagat zwischen der Anbindung an lokale Gegebenheiten (bestehende Angebote), ihrer fantasievollen Umsetzung und dem Erzählen einer Geschichte geschafft. Entstanden sind ausgewöhnliche Spielplätze, themen- und angebotsgebunden und immer auch gleich mit Vorschlägen, wie die Gastronomie eingebunden werden könnte.

Dass eine Vision immer auch etwas eine Spinnerei sein kann (aber nicht muss) sei hier nur am Rand erwähnt. Trotzdem hat Rieser mit dem Spielplatz Murg und dem Thema «Spinnerei» begonnen. Kletter- und Geschicklichkeitsspiele verbunden mit einem roten Faden und das auf einem grossen, noch zu realisierenden Areal am See würden in Murg die Spinnerei spielerisch umsetzen.

In Weesen könnte der bestehende Park und das ebenfalls bestehende Spielplatzmobiliar genutzt und neu gestaltet werden. Thema Fischerspiele. Die Parkgestaltung würde mit Genuss-Mobiliar (für Relax-Momente) und Spielen rund um das Thema Fische den Parkcharakter unterstützen. Grosse Holzfische, die auf- oder abtauchen, sollten zum Spielen anregen, die bestehende Burg würde zum Piratenschiff und die monoton grauen Blumenkübel zu Aquarien, aus denen Blumen spriessen. Fotopoint für Selfie gehörten ebenso dazu, wie die Kulinarik.

Paradies in Quinten
Die klimatisch paradiesischen Zustände von Quinten könnten in einer Paradiespromenade (Themenweg) zwischen Quinten und Au aufgehen. Paradiesbegriffe wie Füllhorn (als Rutschbahn), Schlaraffenland (Picknickplatz), ein Paradies für Tiere liessen sich integrieren und auch die Gastronomie hätte in diesem Spektrum eine schier unerschöpfliche Fundgrube.

In Walenstadt würden die Anlegespiele stattfinden und bestehende Spielgeräte adaptiert. Der Rutschenturm würde zum Hafenkran. Bojen zum Wippen, ein bekletterbares Schiffskelett und Spiele mit dem Schifftau würden das Thema spielerisch erweitern.  Im Bereich des Hafens könnte Genuss-Mobiliar in Schiffsform zum Verweilen einladen. Auch dieses Thema liesse sich, wie die nachfolgenden auch, kulinarisch vielfältig umsetzen.

Alles rund ums Wasser
Alles rund um das bei Kindern so beliebte Thema Wasser würde in Mols abgehandelt. Im Uferbereich könnten (die Mutigen) über das Wasser balancieren. Dann stünden da Fontänen, die durch Wippen aktiviert werden, Genuss-Mobiliar in Form von grossen Steinen und ein Kiosk (mit Wasserglace) und WC-Anlage.

Wind und Segeln wären unter dem Motto «Segelregatta» in Unterterzen das Thema. Die Vorstellungen gehen da in Richtung einer Takelage als Kletteranlage, Spiele rund um und mit dem Wind (Windharfen, Windflöten), die Promenade bestückt mit den vielfältigsten Windrädern und Mobiliar, das vom Winde verweht als Blickfang das Thema abrundet.

Rund 1,3 Mio. Franken
Riesers Kostenschätzung beläuft sich für das gesamte Projekt auf rund 1,3 Mio. Franken, was bei dem einen oder anderen Zuhörer Staunen hervorrief. Zogg aber betonte, dass es sich hierbei um einen visionären «Rolls Royce» handle. Abstriche und Eigenleistungen (vor allem der Ortsgemeinden im Bereich von Holzbauten) könnten die Kosten massiv zurückfahren. Zogg erinnerte nochmal daran, dass es sich lediglich um eine Vision handle, die nun diskutiert werden müsse. «Wenn die Rückmeldungen negativ sind, dann werden wir das Projekt wieder begraben und die Übung abbrechen» Es sei nun wichtig, dass sich alle Gedanken darüber machen und ihre Meinung zum «Spielerlebnis Walensee» kund tun würden. Der Präsident des Tourismuskreises machte aber auch klar, dass dieses Projekt zwar redimensioniert, aber trotzdem nicht zu klein gestartet werden kann und nur dann eine Chance hat, wenn alle mittun.

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«Spielerlebnis Walensee» Spielplatz-Thematisierung der sechs Orte. (Skizze Erlebnisplan)

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Schatzkarte: Spielerische Übersicht, die zum Besuch möglichst vieler Orte animieren soll. (Skizze Erlebnisplan)

Okt.
30

«Rütli der Deutschen in der Schweiz»: Eine Begegnung am Simon-Denkmal

30.10.2014: «Ein Denkmal für Werte, die es angesichts der Turbulenzen auf dieser Welt Stunde für Stunde, Tag für Tag zu leben lohnt. Wenn nicht das, was dann?» Dies fragt sich Marlies Dyk beim Denkmal von Heinrich Simon in Murg.

Erst kürzlich, Ende September, just am Tag des Denkmals, traf ich sie. Eine Deutsche mit Bentley, ihrem kleinen kleinem Hund (Bolonka), und mit einer Faszination für das Denkmal von Heinrich Simon. Bis anhin herrschte der Eindruck vor, Heinrich Simon, «einer von den Guten», der unter bis heute ungeklärten Umständen im Walensee ertrunken war, interessiere keinen mehr, weder Einheimische noch Touristen.

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Das vor über 150 Jahren am 5. Oktober 1862 eingeweihte Denkmal befindet sich in einem bedenklichen, renovationsbedürftigen Zustand. Der Sandstein bröckelt, die Schrifttafeln sind fast nicht mehr lesbar und kaum einer verirrt sich noch an dessen Standort, hoch über Murg. Anlässlich der Einweihung wurde geschrieben: «Die Matte, auf welcher das Monument sich befindet, kann vom See und von der Eisenbahn aus gesehen werden. Ihre Lage hat Ähnlichkeit mit dem Rütli am Vierwaldstätter-See. Und so bezeichnete denn auch ein Festredner an diesem prachtvollen Herbsttag den Ort als «das Rütli der Deutschen in der Schweiz».

Nun, die Matte ist weg. Überbaut. Über dem Monument thront der Unterboden der Umfahrungsbrücke, Unkraut wuchert. «Wie dieses Denkmal hier vor langer Zeit durch die Murger angelegt wurde. Das gebührt Hochachtung», sagt Marlies Dyk und sie verweist auf Art. 6 der Schenkungsurkunde: «Die Gemeinde übernimmt die Verpflichtung, dass in der Richtung, welche in gerade Linie auf die Eisenbahn von dem Denkmal und Grab führt, keinerlei Bäume gepflanzt werden und in Hinsicht dessen wird zugestanden, dass das Nussbäumchen, welches jetzt gerade unterhalb des Denkmals steht, sofort weggenommen werden kann.»

Marlies Dyk steht vor dem Denkmal, schaut hinauf zum Konterfei von Heinrich Simon: «Menschen vermögen es, sich Denkmäler zu bauen, zu erarbeiten, ohne dass sie es zu Lebzeiten ahnen. Durch eine Art, die geprägt ist durch ihre Persönlichkeit. Sie machen es nicht bewusst. Nein. Sie leben es, was sie später, viel später zu Vorbilder, Vorreiter oder auch Visionäre ihrer Zeit macht.»

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Die diplomierte Philosophin und Absolventin der Ingenieurschule für Bauwesen (Ing.-Ökonomie, Ingenieur-Ökonom) weiss wovon sie spricht. Sie war Denkmalpflegerin, Verlagsleiterin, Journalistin und Presseberaterin. Heute leitet sie ihre eigene, inhabergeführte Agentur für internationales Kommunikations- und Pressemanagement.

Auf einer Schrifttafel steht «Einer von den Guten» und Dyk philosophiert dazu: «Ein Satz, in dem so viel Lebens-Empirik liegt, dass es einem Gänsehaut macht. Ein Denkmal für Einen, der Mut und Zivilcourage bewies, der dafür sein Heimatland verlassen musste und keinen Zweifel daran liess, wie sehr er seinem neuen Zuhause, der Schweiz dankte. Ein Denkmal für Werte, die es angesichts der Turbulenzen auf dieser Welt Stunde für Stunde, Tag für Tag zu leben lohnt.» Sie legt eine Pause, dann fragt sie: «Wenn nicht das, was dann?» Und über die Murgern der damaligen Zeit sagt Dyk: «Sie waren sozial, blieben authentisch, bodenständig und auf eine, ihre Weise, anständig gegenüber ihren Zeitgenossen, dass es diesen so viel wert war, diesem einen Menschen ein Denkmal zu setzen.»

Doch von wem sprechen wir hier eigentlich? Wer war Heinrich Simon (1805 – 1860)? Eine Broschüre, die bei der Ortsgemeinde Murg bezogen werden kann und Wikipedia geben Auskunft: Simon sagte über sich: «Und wenn der Weg der Wahrheit quer durch mein Herz führt, - ich werde ihn einschlagen. Ich darf es sagen, denn ich habe es getan». Er studierte von 1824 bis 1827 Rechtswissenschaften sowie Kameralwissenschaften an den Universitäten Berlin und Breslau. 1827 trat er in den preussischen Staatsdienst ein, wurde jedoch bereits 1829 wegen Tötung eines Duellgegners zu lebenslanger Festungshaft verurteilt und interniert. Nach seiner Begnadigung 1830 arbeitete er zuerst als Hilfsarbeiter an Breslauer Gerichten und weiter in der regulären Laufbahn an Gerichten in Breslau, Berlin, Magdeburg und Frankfurt (Oder). 1841 wechselte er in das preussische Kultusministerium. Nach einer Urlaubsverweigerung trat er 1845 aus politischen Gründen aus dem preussischen Staatsdienst aus und arbeitete als freier Publizist zusammen mit Robert Blum. 1847 wurde er wegen Majestätsbeleidigung gegenüber Friedrich Wilhelm IV. angeklagt.

1848 war er neben seiner Abgeordnetentätigkeit im preussischen Landtag Delegierter im Vorparlament, wo er die Funktion des Sekretärs wahrnahm und anschliessend Mitglied des Fünfzigerausschusses. In diesem Jahr und bis 1849 vertrat er Magdeburg in der Frankfurter Nationalversammlung.

1849 war Simon während gut einem Monat Mitglied der vom Rumpfparlament eingesetzten Exekutive, der provisorischen Reichsregentschaft. Nach der Niederschlagung der Revolution floh er im Juli des gleichen Jahres in die Schweiz und wurde anschliessend in Abwesenheit aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Reichsregentschaft wegen Hochverrats zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt.

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Nach dem die Freiheitsbestrebungen des Deutschen Volkes an den Ränken treuloser Fürsten gescheitert waren, fand der Verbannte in der Schweiz eine schützende Zufluchtsstätte. In der Broschüre heisst es dazu: Im Lande der «Tell und Winkelriede erkannte und erlebte er bereits in vorausschauendem Geiste, die stattliche Zukunft, den anbrechenden Freiheitstag Deutschlands».

Er wurde unternehmerisch tätig und betrieb landwirtschaftliche Güter, beteiligte sich an Steinbrüchen sowie Kupferhütten. Die Universität Zürich verlieh ihm 1851 die Ehrendoktorwürde. 1860 ertrank er unter bis heute ungeklärten Umständen bei Murg im Walensee.

Okt.
27

Biken ist definitiv keine Randsportart mehr

27.10.2014: Mit einem Grossaufmarsch an Bikern – von klein bis gross, von Anfänger bis Crack - und mit vielen Zuschauern wurde am Sonntag der Bikepark am See in Walenstadt der Öffentlichkeit übergeben.

«Einen so grossen Bremsverschleiss hatte ich noch nie in einem Bikepark», sagte einer der Cracks ausser Atmen, und auf die Frage, ob das denn nun ein gutes oder schlechtes Zeichen sei, meinte er lachend: «Gut für den Bikepark, denn so viele Biker hatte ich auch noch nie auf einem Pumptrack.» Sagt`s und pumpt gleich wieder los auf noch eine Runde.

Vom Laufrad bis zum Hightech-Bike
So wie ihm ging es vielen an diesem sonnigen Nachmittag. Egal ob mit dem Laufrad, dem Strassenvelo oder mit dem Hightech-Bike in leuchtend grün oder edlem schwarz-goldenem Design. Sie alle waren gekommen, um auf dem eben eröffneten Pumptrack ihre Runden zu drehen, Spass zu haben und den einen oder anderen Jump auszuprobieren oder gekonnt in die Luft zu zeichnen.

Der Grossaufmarsch überraschte auch die Organisatoren. Sie hatten mit etwa 100 Personen gerechnet, doch mindesten doppelt so viele sind gekommen. Doch was ein richtiger Biker ist, der kann auch improvisieren und so wurde aus einer im kleinen Rahmen angedachten Freigabe ein kleines Volksfest.

Freiwilligenarbeit
Roger Walser, Präsident Bicycle Club Walenstadt, und sein Team haben in vielen Stunden Freiwilligenarbeit und an etlichen Ferientagen den ganzen Sommer über gearbeitet, so dass der Park nun eröffnet werden konnte. Freigegeben wurde aber vorerst nur der Pumptrack. An der Sprunglinie muss noch gearbeitet werden, diese wird erst im Frühling zugänglich sein. Dann wird der gesamte Bikepark am See offiziell eröffnet und eines lässt sich jetzt schon sagen: Wenn auch dann das Wetter so gut mitspielt, dann wird es einen Ansturm geben, denn Biken ist nun definitiv keine Randsportart mehr.

Doch bis es soweit ist, bleibt noch viel zu tun. Walser hofft auf einen trockenen November, damit alle Arbeiten noch vor dem Wintereinbruch erledigt werden können. In seiner kurzen Ansprache dankte er aber schon mal allen Helfern und Sponsoren, ohne die ein solch grosses Projekt gar nicht möglich wäre. Walser erinnerte daran, dass auch finanziell noch nicht ganz alles in trockenen Tüchern ist und er hofft, dass sich nach dieser überaus erfolgreichen Eröffnung noch der eine oder andere Gönner finden lässt.

Bildergalerie

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Sie waren die ersten: Offizielle Freigabe des Bikeparks am See.

Okt.
26

Gitarrenriffs dröhnten durch die Nacht

26.10.2014: Mit der Verpflichtung von Rocktail zeigten die Muh-Rock-Verantwortlichen ein glückliches Händchen. Schade nur lag der Besucheraufmarsch unter den Erwartungen.

«Let‘s rock the Night», rief Gitarrist Michi in den Saal der Mehrzweckhalle in Unterterzen und schon folgte der nächste Rocksong. Doch das Publikum, nicht wirklich zahlreich erschienen und ein Teil vergnügte sich draussen in der Raucherbar, war noch nicht bereit, die rockigen Rhythmen und fätzigen Gitarrenriffs aufzunehmen und mitzutanzen.

Die fünfköpfige Rock-Cover-Band aus dem Linthgebiet liess sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Stück um Stück, alles Covers aus den  60’, 70’, 80’ und 90’ spielten sie mit ihrem feurig wuchtigen Gitarrensound. Dass es gleich fünf Leadstimmen sind, die in dieser Familiencombo den Lead übernehmen können, öffnet ein breites, schier endloses Repertoire, in dem kaum ein Rockklassiker fehlte.

Nach der Pause und mit den ersten Rock’n’Roll-Nummern aus den 50er war plötzlich auch das Publikum da. Es wurde vor der Bühne getanzt und fast schien es, als würden die Gitarrensoli noch wuchtiger, noch doller. Bei Pink Floyds «Another Brick in the Wall» war dann der «Sound aus Schänis» definitiv in Unterterzen angekommen; ein rockig gelungener Abend nahm seinen Lauf und Rocktail hatte einmal mehr bewiesen, ein Stimmungsgarant zu sein.

Zum Schluss dieser gelungenen Rockparty bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wie geht es mit Muh-Rock weiter? Bei den letzten beiden Austragungen war der Publikumsaufmarsch nicht wirklich überwältigend und auf die Frage, ob es ein 8. Muh-Rock geben wird, war keine schlüssige Antwort zu erhalten. Soviel darf aber doch verraten werden: Wenn die Finanzen stimmen und auch genügend Helfer sich wieder für die Mitarbeit motivieren lassen, dann steht der nächsten Austragung nichts mehr im Weg. Zu hoffen ist es.

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Okt.
16

Mit Novum: weitere erfolgreiche Saison abgeschlossen

16.10.2014: Langstreckendownhiller und Red-Bull Athlet René Wildhaber kann auf eine erfolgreiche Saison und auf ein Novum zurückblicken: Zusammen mit seiner Lebenspartnerin bestritt er das Mountainbike-Mehretappenrennen Swiss Epic.

Sep.
13

Swinging Jazz im Sagisteg oder New York in Murg

13.9.2014: Wenn Elmar Frey auf dem Programm steht, dann ist swinging Jazz angesagt, und wenn die Soulstimme von Brandy Butler dazukommt, ist New York in Murg - auch mit der SBB.

Als Backgroundsängerin und durch die Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Künstlern hatte sich Brandy Butler in der Musikszene einen Namen gemacht. Mit ihrem Auftritt bei Voice of Switzerland kam für die Amerikanerin die Zeit, aus dem Hintergrund ins Scheinwerferlicht zu treten. Am Freitagabend stand sie auf der Bühne im Sagisteg in Murg.

«Kaum ein Jazzmusiker von Rang in der Schweiz, mit dem Schlagzeuger Elmar Frey nicht schon auf der Bühne gestanden wäre, kaum ein Club oder eine Bühne, die er nicht schon zum Fliegen gebracht hätte», ist die Fachwelt überzeugt. Nach Murg kam Drummer Frey mit Romano Ricciardi (alto Sax), Alessandro Ricciardi (Piano) und Giorgos Antoniou (Bass).

«Ein neues Projekt. Vieles ist neu, deshalb auch die Notenständer», entschuldigte sich Frey zu Beginn. Diese störten das Publikum (ausser die Fotografen) aber nicht. Denn die vier legten gleich mit einer Eigenkomposition von Allesandro Ricciardi los und bewiesen von Beginn weg, warum es heisst: «Keiner groovt entspannter als Frey, und das immer mit einen Lächeln.»

Der Jazzabend im Sagisteg hatte also gut begonnen und die vier legten einen fein gewobenen Musikteppich, auf dem sich die Soulstimme von Brandy Butler sichtlich wohl fühlte. Nach der Pause kam das Gefühl auf, sie habe das Publikum etwas verloren, doch mit „Oh my Love“ war alles wieder da und der Applaus nahm wieder hörbar zu. Mit Cole Porters «Just One of Those Things» wollte sie sich verabschieden. Doch das Publikum liess sie nicht gehen und kam in den Genuss von Butlers Eigenkomposition „SBB Song“, fast eine Liebeserklärung an einen SBB-Schaffner, um das Ticket nicht bezahlen zu müssen. Und sie liess nochmals alles hören, was in ihr steckt.

Kurz um: Es war ein herrlich swingender Jazzabend im Sagisteg in Murg. Man (und Frau) wähnte sich in einem Musikclub in New York und Brandy Butler holte mit ihrem soulig vorgetragenen SBB-Song die Zuhörer wieder in die Schweiz.

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Alessandro Ricciardi, Giorgos Antoniou, Romano Ricciardi,  Brandy Butler und Elmar Frey. (Bild Peter Jenni)

Sep.
07

Klare Voten und klare Beschlussfassung

5.9.2014: Die CVP Sarganserland lehnt die beiden eidgenössischen Initiativen deutlich ab, stellt sich aber ebenso klar hinter die beiden kantonalen Bauvorlagen. Und dann waren da noch die News aus dem Bundeshaus.

Die am 28. September zur Abstimmung gelangenden eidgenössischen und kantonalen Vorlagen waren am Sessionshöck der CVP-Sarganserland am Donnerstagabend im Restaurant Blumenau in Unterterzen nicht umstritten. Gab es bei der Volksinitiative «Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes», die von Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz (St.Peterzell ) vorgestellt und zur Ablehnung empfohlen wurde, noch ein paar Ja-Stimmen, so hatte die «öffentliche Krankenkasse»-Initiative gar keine Befürworter mehr. Nationalrat und Bauernpräsident Markus Ritter (Altstätten) empfahl hier das Nein.

Deutlich und engagiert

Meier-Schatz und Ritter votierten deutlich und engagiert und sagten auch, dass die beiden heute gültigen Systeme zwar ihre Mängel und Unzulänglichkeiten haben, dass aber ein Ja zu den Initiativen keine Verbesserung bringen wird. Im Gegenteil. «Wir haben Alternativen zur MwSt-Diskriminierung gesucht und viele geprüft, aber keine gerechtere Lösung gefunden», so Meier-Schatz. Als Mitglied der WAK (Kommission für Wirtschaft und Abgaben) ist sie bestens mit der Materie vertraut. Hohe finanzielle Ausfälle für AHV, IV und Bund, Erhöhung des reduzierten Steuersatzes und Haushalte mit tiefen Einkommen, die stärker belastet würden, sind ihre Hauptargumente für das Nein zur Volksinitiative des Gastgewerbes.

«Unsere Krankenkassen sind schuldenfrei. Wir haben ein gutes System», erklärte Markus Ritter. Heute seien 90 von 100 Versicherten zufrieden mit ihrer Kasse und er verwies auf das geringe Sparpotenzial, auf Unsicherheiten und Mehrkosten bei der Umstellung. Und das Argument, die Werbung der Krankenkassen würden uns viel Geld kosten, konterte Meier-Schatz als Verwaltungsrätin der CSS: «Die Gelder für die Werbung kommen aus den Zusatzversicherungen. Für Werbung dürfen die Krankenkassen keine Gelder von der Grundversicherung nehmen».

Klare Zustimmung

Der Teilabbruch und Ersatzneubau der Landwirtschaftsschule am Landwirtschaftlichen Zentrum St.Gallen in Salez wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen. Ebenso die Bauvorlage für die Kantonsschule Sargans. Letztere wurde von Kantonsrat Thomas Warzinek (Mels) vertreten. Er verwies unter anderem auf die vielen baulichen Mängel und darauf, dass die Räumlichkeiten dieser Institution, die mittlerweile zu einem überregionalen Bildungs- und Kulturzentrum gewachsen ist, heute mit einer Auslastung von 108 Prozent zu kämpfen hat: «Da kommen die einen Schüler ins Klassenzimmer während die anderen noch beim Unterricht sind.» Sepp Dietrich, ehemaliger Rektor, ergänzte, dass neben sämtlichen Mittelschullehrgängen auch Erwachsenenbildung und die Zweitweg-Matura angeboten würden und sich so die Auslastung von über 100 Prozent erkläre. Die durchschnittliche Auslastungsquote der Kantonsschulen im Kanton liegt bei 80 Prozent.

Kantonsrat und Arzt Valentin Rehli (Walenstadt), der sich in der Vergangenheit schon immer für die Anliegen der Landwirtschaft einsetzte, vertrat das Ja zur Bauvorlage in Salez. Er wies darauf hin, wie sanierungsbedürftig die Gebäude heute sind. «Mit dem Bauvorhaben können sämtliche bauliche und betrieblichen Mängel gesamthaft behoben und der ausgewiesene Mehrflächenbedarf erfüllt werden», so Rehli und er betonte, dass mit einem Ja langfristig eine zeitgemässe Infrastruktur für die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung zur Verfügung steht.

Bericht aus der «Reparaturwerkstatt»

Nach den beiden klaren Ja zu den kantonalen Vorlagen und einer kurzen Pause lud Kantonsrat David Imper (Heiligkreuz) die beiden Nationalräte noch zu einem Podiumsgespräch zu aktuellen Fragen aus dem Bundeshaus. Lucrezia Meier-Schatz verdeutlichte, wie sich der Parlamentsbetrieb in den letzten 15 Jahren polarisiert hat, wie Blockbildungen konstruktive Lösungen verunmöglichten und es immer schwieriger wird, Geschäfte durchzubringen. Markus Ritter, seit 2011 Nationalrat, legte zu Beginn seiner Tätigkeit in Bern Wert darauf, das System zu erkennen und zu lernen wie es funktioniert. «Will man etwas bewirken, muss man wie bei den Kühen auf der Alp erkennen können, was sich wo bewegt und dann eingreifen, damit es nicht in die falsche Richtung geht.» Auf die Frage, könne er als Nationalrat oder als Bauernpräsident mehr bewirken, antwortete er: «Es ist die Kombination, die ideal ist.»

Ob es nicht mal an der Zeit wäre, die Masseneinwanderungsinitiative einfach umzusetzen und so der Bevölkerung klar machen, was da auf sie zukomme, wollte ein anderer Fragesteller wissen. Meier-Schatz berichtete «aus der Reparaturwerkstatt», die dauernd damit beschäftigt sei, Schäden zu reparieren, die die SVP angerichtet hat. Sie betonte dabei auch das EWR Nein, dem ein 10-jähriges Nullwachstum folgte. Und heute die Masseneinwanderungsinitiative. Sie hätte sich auch schon überlegt, diese Reparaturarbeiten einfach einzustellen. «Aber wir sind gezwungen zu handeln. Der Schaden würde sonst zu gross!»

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News von CVP-Parlamentariern aus dem Bundeshaus: Lucrezia Meier-Schatz, David Imper (Moderator) und Markus Ritter.

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Engagiertes Ja zur Bauvorlage der Landwirtschaftsschule am Landwirtschaftlichen Zentrum St.Gallen in Salez: Valentin Rehli.

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«Da kommen die einen Schüler ins Klassenzimmer, während die anderen noch beim Unterricht sind.» Thomas Warzinek zur Kantonsschule Sargans. (Bilder Peter Jenni)

Aug.
27

«Portemonnaie der Zukunft» im Sarganserland angekommen

27.8.2014. Tapit , «das Portemonnaie der Zukunft», ist im Sarganserland angekommen. Bezahlen mit dem Handy ist im Dorfladen genau so möglich wie im modernen Einkaufszentrum oder am Kiosk.

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Bezahlen mit Tapit beim Spar in Murg
: Innert zwei Sekunden ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. (Bild Peter Jenni)

«Das erste Schweizer Portemonnaie der Zukunft heisst Tapit», verkündeten gemeinsam die drei Mobilfunkanbieter der Schweiz Anfang Juli in Zürich. Erstmals wurde eine Smartphone App auf den Schweizer Markt gebracht, die das Bezahlen, Sammeln von Treuepunkten und Öffnen von Türen in einem einzigen, neutralen System erlauben soll.

Noch wenig Karten

In einer ersten Phase, so hiess es, ermögliche Tapit das bargeldlose Bezahlen in Läden in der Schweiz und im Ausland mit Visa Kredit- und Prepaidkarten, herausgegeben durch Cornèrcard. Der Sarganserländer hat es ausprobiert, eine Corner Prepaid Card bestellt, mit Geld bestückt, das NFC-taugliche Handy (siehe Kasten) mit einer neuen Sim-Karte ausgerüstet und los gings.

Natürlich – und das sei hier vorweg erwähnt – bis alles wirklich funktionierte vergingen ein paar Tage, Support-Telefonate und Bezahlversuche. Doch dies ist nicht Gegenstand der Betrachtungen und man darf davon ausgehen, dass Installation und Inbetriebnahme mit zunehmender Nutzung einfacher und klarer werden. Doch nun zum Feldtest.

In zwei Sekunden bezahlt

Ist Tapit einmal im Handy installiert und die entsprechende Karte freigeschaltet, ist das Bezahlen ein Klacks. Bis zu einem Betrag von 40 Franken hält man das Handy kurz an den entsprechenden Kartenleser und der Bezahlvorgang ist innert zwei Sekunden abgeschlossen. Nur wenn der Kaufbetrag grösser als 40 Franken ist, muss der Kunde die Zahlung mittels PIN-Code bestätigen. Jeder Vorgang mit einem herkömmlichen Geldbeutel, einer Kredit- oder Debitkarte dauert länger.

Tapit, das hat der Versuch gezeigt, funktioniert überall dort einwandfrei, wo Bezahlterminals mit den entsprechenden Kontaktlos-Lesern (gekennzeichnet mit dem Funksymbol) ausgerüstet sind. Im Spar Dorfladen in Murg genauso wie am Bahnhofskiosk in Sargans oder in den Einkaufszentren in Mels. Leider verfügen noch nicht alle Verkaufsgeschäfte über die neue Generation der Kartenleser oder die Funktechnik ist noch nicht freigeschaltet. In der Schweiz akzeptieren bereits über 50‘000 Läden kontaktlose Zahlungen und somit Tapit.

Wie sicher ist Tapit?
Stellt sich noch die Frage nach der Sicherheit: Das mobile Portemonnaie lässt sich mit einem Muster vor unberechtigtem  Zugriff auf die Tapit App schützen. Zudem ist die App nur auf Geräten nutzbar, die von Visa und MasterCard zertifiziert worden sind. Damit wird gemäss Swisscom sichergestellt, dass die Benutzer in den Genuss höchster Sicherheitsstandards kommen.

Tapit ist eine gemeinsame Plattform aller drei Mobilfunkanbieter in der Schweiz. Anfänglich ist der Dienst für Kunden von Swisscom erhältlich, Kunden von Orange und Sunrise sollen noch in diesem Jahr davon profitieren und weitere Kreditkarten sollen dazukommen. iPhone-Besitzer gucken derzeit noch in die Röhre, da Apple NFC nicht unterstützt.

Und wie viele nutzen derzeit schon Tapit? Genaue Downloadzahlen gibt Swisscom  zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht raus, verweist aber darauf, dass «im Google Play Store mehr als 5‘000 Downloads» angezeigt werden.


NFC: Nahfeldkommunikation

Tapit basiert auf der NFC-Technologie (Near Field Communication – zu Deutsch «Nahfeldkommunikation»). NFC ist ein internationaler Übertragungsstandard, der den kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken von wenigen Zentimetern ermöglicht. Die sehr geringe Reichweite von NFC ist ideal für das bequeme und dennoch sichere Bezahlen. In Zukunft soll Tapit auch für Treue- und Zugangskarten eingesetzt werden können.

Aug.
20

Cappellari schafft WM-Quali

Die Walenstadter Downhillerin Carina Cappellari hat mit konstanten Resultaten im Weltcup die Qualifikation für die UCI-Weltmeisterschaften in Norwegen geschafft.

Wenn anfangs September in Lillehammer / Hafjell (Norwegen) die UCI-Mountainbike- und Trial-Weltmeisterschaften durchgeführt werden, ist mit Carina Cappellari auch eine Walenstadterin vertreten. Konstante Leistungen im Weltcup, jeweils unter den ersten 15 und zwei Podestplätze im Europacup, rechtfertigen die Selektion.

Wer nun denkt, die Saison von Cappellari sei bisher ohne Probleme verlaufen, der irrt. Downhiller bewegen sich immer auf dem Grat zwischen Leistung und Rekonvaleszenz. Nach einer Fussverletzung (Bänderiss) gab es nach den beiden ersten Weltcuprennen (10. in Fort William und 15. in Leogang) erst mal wieder eine Wettkampfpause und so reiste sie mit gemischten Gefühlen nach Kanada.

Tape und Fürsorge

Viel Tape und Fürsorge ermöglichten dann aber doch ein langsames Herantasten an das Bike und den Trail. Die lange und anspruchsvolle Weltcup-Strecke in Mont Sainte-Anne (nähe Quebec) verlangte von den Athletinnen jedoch alles ab und schnell spürte sie, dass in den vier Wochen Bikepause auch die Kraft gelitten hatte. Mit vorsichtig und gezielt eingeteilten Trainings- und Qualifikationsläufen erreichte Cappellari den Finaleinzug. Ein guter, aber dennoch nicht ganz fehlerfreier Lauf reichte dann für den 13. Rang.

Während die Strecke in Kanada für Cappellari «eine der härtesten war, die ich je gefahren bin», fand sie in Windham (NY) das komplette Gegenteil vor. Die Bestzeiten lagen weit unter drei Minuten. Die Strecke war gespickt mit High-Speed-Sprüngen (60 bis 70 km/h), dafür gab es fast keine technischen Abschnitte zu bewältigen. «Mit den Sprüngen hatte ich anfangs Mühe», gab sie zu Protokoll. Mit fortschreitender Trainingsdauer bekam sie aber das Gefühl für die Geschwindigkeit in der Luft, konnte sich immer besser überwinden und damit kam auch der Spass an den schnellen Luftpassagen. Qualifikation und Finallauf absolvierte sie wie vorgenommen; ein weiterer 13. Rang konnte sie als wohlverdiente Ernte einfahren.

Motivation im Gepäck

Mit der WM-Selektion im Gepäck reiste sie zum Europacup nach Pila (I), wo sie sich keine Blösse gab und mit dem 3. Rang den zweiten Podestplatz in diesem Jahr herausfuhr. Dieses Wochenende startet sie nun beim Weltcupfinal in Meribel (Frankreich). Danach stehen die Schweizermeisterschaften in Anzère auf dem Programm «und am Dienstag darauf gehts nach Norwegen,» lacht sie und ergänzt: «Es wird meine erste WM sein und ich freue mich riesig, für die Schweiz an den Start zu gehen.»

ec pila 2014 640Mit der WM-Selektion im Gepäck: Carina Cappellari rauscht in Pila (I) einem weiteren Podestplatz entgegen. (Bild IXS-Downhillcup)

Aug.
18

Bikepark am oder im See?

18.8.2014: Das regnerische Wetter hat nicht nur den Feriengästen unangenehme Stunden bereitet. Der nasse  Sommer hatte die Bikepark-Baustelle in Walenstadt voll im Griff und die Maschinen standen oft still.